Die AOK-Gemeinschaft hat die Bereitstellung der neuen elektronischen Patientenakte (ePA) für ihre Versicherten abgeschlossen. Seit dem 15. Januar 2025 wurden knapp 26,4 Millionen digitale Akten angelegt. Versicherte, die der Nutzung nicht widersprochen haben, erhielten automatisch ihre persönliche Akte. Bei der AOK haben aktuell 3,8 % der Versicherten widersprochen. Der bundesweite Rollout der ePA ist für April 2025 geplant.
Pilotphase mit 300 Einrichtungen
Aktuell läuft eine Erprobungsphase mit bis zu 300 Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäusern in den Pilotregionen Franken, Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Teilweise sind auch Versicherte aus angrenzenden Gebieten beteiligt. Ziel ist es, die ePA vor der bundesweiten Einführung in der Praxis zu testen und mögliche Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen.
Sicherheit und Datenschutz im Fokus
Laut AOK-Bundesverbandsvorsitzender Dr. Carola Reimann steht der Schutz sensibler Gesundheitsdaten an oberster Stelle. Während der Pilotphase werden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erprobt, die von der gematik als verantwortlicher Stelle für die digitale Gesundheitsinfrastruktur vorgegeben wurden. Reimann betont, „dass die Verantwortlichen die Pilotphase nutzen, um vor dem bundesweiten Rollout alle nötigen Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit und Praxistauglichkeit umzusetzen.“
Vorteile für Patienten und Ärzte
Die ePA soll unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden und die Vernetzung im Gesundheitswesen verbessern. Ärzte können wichtige Dokumente wie Befunde und Arztbriefe zentral speichern und abrufen. Eine AOK-Umfrage zeigt, dass 77 % der Befragten Interesse an der Nutzung der ePA haben, insbesondere zur Einsicht ihrer Gesundheitsdaten wie Laborwerte oder Arztberichte.
Mit der schrittweisen Einführung der ePA verfolgt das Bundesgesundheitsministerium (BMG) das Ziel, die medizinische Versorgung effizienter zu gestalten und Patienten mehr Kontrolle über ihre Gesundheitsdaten zu ermöglichen.









