Bewegung und Tee: Ein Schlüssel zu längerem Leben?

Eine neue Studie zeigt, dass die Kombination aus körperlicher Aktivität und Teekonsum das Risiko der Gesamt- und krebsspezifischen Sterblichkeit signifikant senken kann.

Tee Fitness

Bewegung und Tee: Synergistische Effekte

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die Kombination aus regelmäßiger körperlicher Aktivität und Teekonsum das Risiko für eine vorzeitige Sterblichkeit signifikant reduzieren kann. Die Studie, die auf Daten von über 21.000 Teilnehmern der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) basiert, ergab, dass sowohl Bewegung als auch Teekonsum unabhängig voneinander das Risiko für die Gesamtsterblichkeit verringern. Interessanterweise zeigte sich jedoch, dass der gesundheitliche Nutzen des Teetrinkens nur in der Gruppe der körperlich Aktiven signifikant war.

Die Untersuchung verwendete Cox-Regressionen, um die Auswirkungen von Bewegung und Teekonsum auf die Sterblichkeitsraten zu analysieren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Personen, die sowohl regelmäßig Tee tranken als auch körperlich aktiv waren, das geringste Sterberisiko aufwiesen. Vor allem für diejenigen, die mindestens 300 Gramm Tee pro Tag konsumierten, wurde eine deutliche Reduktion des Sterberisikos beobachtet – vorausgesetzt, sie übertrafen die empfohlene Bewegung von mindestens 150 Minuten mittlerer Intensität pro Woche.

In der Studie wurden Daten aus den Jahren 2009 bis 2018 herangezogen. Die Teilnehmer, insgesamt 21.350 Erwachsene im Alter von 20 bis 80 Jahren, wurden nach ihrer körperlichen Aktivität und ihrem Teekonsum befragt. Der Teekonsum wurde in drei Kategorien eingeteilt: kein Konsum, geringer Konsum (0 bis 300 Gramm pro Tag) und hoher Konsum (über 300 Gramm pro Tag). Die körperliche Aktivität wurde basierend auf den metabolischen Äquivalenten (MET) in aktive und inaktive Gruppen unterteilt.

Tee allein ist keine Wunderwaffe

Ein zentrales Ergebnis der Studie war, dass der Konsum von Tee ohne ausreichende körperliche Betätigung nur geringe Auswirkungen auf die Gesamtsterblichkeit hatte. Besonders hervorzuheben ist auch, dass der Konsum von Tee keinen signifikanten Effekt auf die krebsbedingte Sterblichkeit zeigte, es sei denn, die Teilnehmer waren gleichzeitig körperlich aktiv. Dies deutet darauf hin, dass Tee allein keine Wunderwaffe darstellt, sondern im Zusammenspiel mit einem aktiven Lebensstil seine positiven Effekte entfalten kann.

Die Cox-Regressionen zeigten, dass der Konsum von Tee in Kombination mit körperlicher Aktivität das Risiko für die krebsbedingte Sterblichkeit um bis zu 36 % senken konnte. Bei den Teilnehmern, die körperlich inaktiv waren, hatte der Teekonsum hingegen keinen signifikanten Einfluss auf das Krebsrisiko. Zudem wurde festgestellt, dass die Wirkung des Tees besonders bei älteren Erwachsenen und Nichtrauchern ausgeprägt war.

Implikationen für die Gesundheitsberatung

Diese Erkenntnisse können praktische Implikationen für Ärzte und Gesundheitsberater haben, die ihre Patienten zu gesünderen Lebensgewohnheiten ermutigen wollen. Die Studie unterstreicht die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung von Ernährung und Lebensstil: Die Kombination aus antioxidativen Inhaltsstoffen des Tees und den bekannten gesundheitlichen Vorteilen von körperlicher Bewegung bietet einen vielversprechenden Ansatz zur Verlängerung der Lebenserwartung und zur Reduktion des Risikos für frühzeitige Sterblichkeit.

Fazit: Tee und Bewegung als synergistisches Duo

Regelmäßiger Teekonsum und körperliche Aktivität sind zwei starke, sich gegenseitig verstärkende Faktoren für eine bessere Gesundheit und Langlebigkeit. Während Tee allein wenig Wirkung zeigt, kann seine Kombination mit Bewegung das Sterberisiko signifikant senken – eine wichtige Botschaft für jeden, der aktiv etwas für seine Gesundheit tun möchte.

Autor:
Stand:
10.11.2024
Quelle:

Hu, Y., Yang, L. & He, J. Physical activity combined with tea consumption could further reduce all-cause and cancer-specific mortality. Sci Rep 14, 23535 (2024). https://doi.org/10.1038/s41598-024-73962-z

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