Der Deutsche Apothekertag 2025 stieß in der Apothekerschaft auf geteilte Meinungen. Zwar zeigte sich die Mehrheit der Inhaber zufrieden mit der Themenwahl, doch die politischen Ergebnisse stießen auf deutliche Kritik. Dies geht aus der aktuellen Ausgabe des Apothekenkonjunkturindex (APOkix) des IFH Köln hervor.
Vom 16. bis 18. September hatten sich in Düsseldorf über 300 Delegierte aus Kammern und Verbänden zur 75. Auflage des Deutschen Apothekertags getroffen, um über die Zukunft des Berufsstandes zu beraten. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken stellte in ihrem Grußwort die Eckpunkte der geplanten Apothekenreform vor und löste damit offenbar mehr Frustration als Zuversicht aus.
Themenwahl überzeugt, Ergebnisse enttäuschen
Rund zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten bewerten den Apothekertag grundsätzlich als gute Plattform, um politische Anliegen zu adressieren und Lösungsansätze zu diskutieren. Auch die Themenwahl fand breite Zustimmung. So halten 77 Prozent der Apothekeninhaber sie für angemessen. Trotzdem sind 92 Prozent der Befragten mit den politischen Ergebnissen unzufrieden.
Besonders deutlich fällt die Kritik am Umgang mit dem Packungsfixum aus. Rund 97Prozent der Teilnehmer bemängeln, dass klare Zusagen der Politik ausbleiben und 86 Prozent halten es für unverständlich, dass das Thema aufgeschoben wurde. Zudem attestieren 81 Prozent der Apotheker der Ministerin, nicht angemessen auf die Anliegen des Berufsstands reagiert zu haben. Die Zustimmung zu den verabschiedeten Resolutionen ist entsprechend hoch. 93 Prozent unterstützen die sofortige Erhöhung des packungsbezogenen Honorars und lehnen eine „Apotheke ohne Apotheker“ klar ab.
Konjunktur bleibt stabil
Trotz der politischen Enttäuschung zeigen sich die wirtschaftlichen Erwartungen im Oktober einigermaßen stabil. Der Index für die aktuelle Geschäftslage liegt mit 64,5 Punkten leicht unter dem Vormonatswert (68,4), während der Erwartungsindex für die kommenden zwölf Monate um 4,4 Punkte auf 58,2 Punkte ansteigt.
Der APOkix, der monatlich die Stimmungslage im Apothekenmarkt abbildet, befragte für die aktuelle Ausgabe 110 Apothekeninhaber aus dem gesamten Bundesgebiet.










