AMK und Zentrallabor: Im Team gegen Qualitätsmängel

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker und das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker unterstützen die Arzneimittelsicherheit. Sie sorgen dafür, dass Qualitätsmängel nicht nur gemeldet, sondern auch wissenschaftlich fundiert bewertet werden.

Forscher analysen gemeinsam

Zur dauerhaften Sicherung der Arzneimittelqualität in Deutschland arbeiten zwei Institutionen der Apothekerschaft eng zusammen. Dabei handelt es sich um die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker (ZL). Seit Jahrzehnten ergänzen sie sich in der Beurteilung und Bewertung von Qualitätsmängeln bei Arzneimitteln. Dieses Zusammenspiel hat sich seit Jahren im Dienst der Patientensicherheit bewährt.

Von der Meldung bis zur Laboranalyse

Apothekenteams in ganz Deutschland können Verdachtsfälle von Qualitätsmängeln direkt an die AMK melden. Dort werden die Berichte gesammelt, geprüft und bei Bedarf zur analytischen Untersuchung an das ZL weitergeleitet. „Nur im Zusammenspiel mit dem ZL können wir viele Verdachtsfälle zuverlässig bewerten“, sagt Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der AMK.

AMK – Pharmakovigilanz der Apothekerschaft 

Die AMK ist eine Fachkommission der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Ihre Geschäftsstelle fungiert als Pharmakovigilanz-Zentrum der deutschen Apothekerschaft. Neben der Bearbeitung von Meldungen zu Qualitätsmängeln veröffentlicht die AMK regelmäßig Informationen zu arzneimittelbezogenen Risiken und Sicherheitsaspekten. Diese AMK-Informationen erscheinen traditionell in der Pharmazeutischen Zeitung und können zusätzlich über das Modul Aktuelle Info der ABDA-Datenbank sowie online abgerufen werden (Benutzername und Passwort finden sich in der PZ).

Zentrallabor – analytisches Rückgrat der Qualitätssicherung

Das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker e. V. in Eschborn ist das unabhängige Prüflabor der Apothekerschaft und Partner in allen Fragen der pharmazeutischen Qualität. „Durch die gezielte Auswahl und laboranalytische Untersuchung von Reklamationsmustern bewerten wir im ZL die Qualitätsmängel objektiv“, sagt Dr. Armin Hoffmann, Vorstandsvorsitzender des ZL und Präsident der Bundesapothekerkammer.

Das ZL befasst sich nicht nur mit der Überprüfung von Fertigarzneimitteln, sondern auch mit der Charakterisierung von Ausgangsstoffen, Primärpackmitteln und Hilfsstoffen. Hinzu kommen biopharmazeutische und pharmakokinetische Untersuchungen sowie die Identifizierung von Neben- und Zersetzungsprodukten oder Metaboliten. Damit deckt das ZL nahezu die gesamte Bandbreite der pharmazeutisch-analytischen Qualitätssicherung ab.

Ziel: Mehr Arzneimittelsicherheit für alle

„Unser gemeinsames Ziel aller Vor-Ort-Apotheken sowie der gesamten Apothekerschaft ist, Arzneimittel sicherer zu machen. Den Nutzen erfahren alle Patientinnen und Patienten“, sagt Hoffmann.

Autor:
Stand:
07.11.2025
Quelle:
  • Teilen
  • Teilen
  • Teilen
  • Drucken
  • Senden
Orphan Disease Finder
Orphan Disease Finder

Hier können Sie seltene Erkrankungen nach Symptomen suchen: