Handelt es sich um einen Ausfall von bis zu 30 Minuten empfiehlt Kresser den Patienten zu vertrösten. Bei längeren Ausfällen sei es sinnvoller den Patienten zum Arzt zurückzuschicken, um sich ein Papierrezept ausstellen zu lassen. Bei Ausfällen der TI muss auf die Behebung durch die gematik gewartet werden, anderen Ausfällen kann mit technischen Hilfsmitteln (teilweise) vorgebeugt werden.
Stromausfall
Um für einen Stromausfall gerüstet zu sein, rät Kresser zu zwei redundanten Netzteilen, die an unterschiedliche Sicherungskreise angeschlossen sind. Eine USV-Vorschaltung (unterbrechungsfreie Stromversorgung) schützt vor Stromausfällen und Überspannungen bei Server, Router, Switch und Konnektor. Diese ist in den meisten Apotheken bereits vorhanden.
Internetausfall
Fällt das Internet aus, ist der Provider für die Behebung zuständig. Möglich ist es, eine zweite Internetleitung am Router (LTE Modem inkl. Monitoring) anzuschließen. Hierbei wird die Verbindung kontinuierlich überprüft und der Router wechselt bei einem Ausfall automatisch auf die zweite Internetleitung.
Konnektorausfall
Bei einem Konnektorausfall empfiehlt sich laut Kresser ein zweiter Konnektor in der eigenen oder einer Parnterapotheke oder der Cloud (TI as a Service, TIaaS). Bei TIaaS befindet sich der Konnektor in einem Rechenzentrum und wird dort gewartet. Bei technischen Problemen können diese sofort durch ein redundantes Gerät kompensiert werden.
Versicherungsschutz
Ein weiterer Aspekt, den Apotheken im Zusammenhang mit Ausfällen berücksichtigen sollten, ist der Versicherungsschutz. Wird das E-Rezept vom TI-Fachdienst abgerufen, sind die Daten zu diesem Zeitpunkt nur in der Apotheke vorhanden. Aus diesem Grund empfiehlt Thees ist eine zusätzliche Sicherung über eine Cloud sowie einen Schutz gegen Cyber-Risiken.