Test: 7 Versandapotheken mit „mangelhaft“

Stiftung Warentest hat die umsatzstärksten Versandapotheken getestet: Gleich 7 Anbieter wurden mit „mangelhaft“ bewertet, die Testsieger erhalten gerade einmal die Testnote „befriedigend“.

Versandapotheke

Die Stiftung Warentest hat die 18 umsatzstärksten Versandapotheken im deutschen Markt getestet. 16 der Anbieter kommen aus Deutschland, 3 aus dem EU-Ausland. Das Ergebnis wird die Versandapotheken nicht erfreuen: Das beste Testurteil war die Note „befriedigend“. Sie wurde 9 Mal vergeben. 2 Versandapotheken erhielten die Bewertung „ausreichend“. Und gleich 7 Medikamentenversender wurden mit „mangelhaft“ bewertet.

Ausschlaggebend für die Bewertungen war nach Angaben der Stiftung Warentest vor allem die (mangelnde) Qualität der fachlichen Beratung. Die Beratung floss demnach mit 60 Prozent in das Westergebnis ein. Weitere Disziplinen waren Service (25 Prozent), Webseite (15 Prozent) und AGB.

DocMorris mit 3,8 für die Beratung

Testsieger Europa-apotheek.com kommt bei Gesamtnote und Beratung auf eine 2,7. Alle anderen mit befriedigend bewerteten Versandapotheken haben für die Beratungsleistung eine 3 vor dem Komma. Darunter Marktführer DocMorris (3,8). Unter den Schlusslichtern sind so bekannte Marken wie Apotal und MyCare (beide 4,7). Das schlechteste Ergebnis gab es für Delmed (Beratung: 5,3)

Beratung bei Telefoninterviews getestet

Die Qualität der fachlichen Beratung ermittelte Stiftung Warentest telefonisch. Die Tester baten um eine Beratung. Insgesamt wurden 7 typische Fragestellungen aus dem Alltag von Apothekern durchgespielt. So sollten die Berater der Versandapotheken beispielsweise eine doppelte Verordnung erkennen. Dazu gaben die Tester vor, auf zwei Rezepten für eine Person jeweils Verordnungen für NSAR (Diclofenac, Ibuprofen) und Protonenpumpenhemmer (Pantoprazol, Esomeprazol) zu haben. In den meisten Fällen hätten die Besteller alle 4 Wirkstoffe erhalten – ohne auf die Doppelverordnung und das Risiko der Überdosierung hingewiesen worden zu sein. In einem anderen Szenario baten die Tester um eine Beratung zur Verwendung von Diclofenac. Den Ergebnissen zufolge sind gute Beratungen auch bei dieser Bitte Mangelware geblieben. Bei einer weiteren Fragestellung hätten die getesteten Berater eine Wechselwirkung des Nahrungsergänzungsmittels Magium K forte mit den rezeptpflichtigen Wirkstoffen Candesartan und Spironolacton erkennen sollen.

Den ganzen Test lesen Sie gegen Gebühr auf der Webseite test.de.

Autor:
Stand:
25.10.2017
Quelle:

Stiftung Warentest

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