Präoperative Bestimmung Schilddrüsenautoantikörper bei Verdacht auf Schilddrüsenkarzinom?
Das Schilddrüsenkarzinom ist das häufigste endokrine Karzinom. Es betrifft insbesondere Frauen. Schilddrüsenautoantikörper kommen insbesondere bei der Diagnostik von Autoimmunerkrankungen zum Einsatz. Ihre mögliche präoperative Anwendung als Prognoseindikator für Malignität bei Verdacht auf Schilddrüsenkrebs ist jedoch noch Gegenstand aktueller Forschung.
Retrospektive Studie zur Assoziation zwischen Autoantikörpern und Dignität bei Schilddrüsenerkrankungen
Eine aktuelle retrospektive Studie untersuchte daher mögliche Assoziationen der präoperativen Bestimmung von Schilddrüsenautoantikörpern und der postoperativen Histologie des operativ entfernten Schilddrüsengewebes. Insgesamt wurden 473 Patienten in die Studie eingeschlossen. Bei allen Patienten wurden präoperativ anti-Thyreoglobulin (anti-Tg) und anti-Thyreoperoxidase (anti-TPO) bestimmt.
Mehr als die Hälfte der Patienten (75,5%) waren Frauen. Das mittlere Alter betrug 40,3 Jahre mit einer Standardabweichung von 13,5 Jahren. Von den Patienten waren 77,8% euthyreot, während 35,5% eine histologisch bestätigte Thyreoiditis aufwiesen. Der mittlere präoperative TSH-Wert betrug 3,24±20,4 mIU/L.
Patienten mit positiven Schilddrüsenautoantikörpern wiesen häufiger maligne Schilddrüsenerkrankungen auf
Schilddrüsenkarzinome traten eher bei den Patienten mit Thyreoiditis auf. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass die Patienten mit positiven Schilddrüsenautoantikörpern 1,6-mal mehr maligne als benigne Schilddrüsenerkrankungen aufwiesen (positive anti-Tg: p=0,002 und positive anti-TPO: p=0,027).
Subanalysen zeigten zudem, dass Patienten, die mindestens 40 Jahre alt waren, fast doppelt so oft Mikrokarzinome entwickelten (anti-Tg: p=0,04 und anti-TPO: p=0,03). Die Frauen in der Studie wiesen seltener eine maligne Erkrankung auf im Vergleich zu Männern (p=0,045).
Diagnostische Wertigkeit der Autoantikörper
Als nächsten Schritt untersuchten die Forscher die diagnostische Wertigkeit der Autoantikörper und fanden eine Sensitivität von 30,4% und eine Spezifität von 77,4% für anti-TPO bzw. 45% und 69% bei anti-Tg.
Präoperative Bestimmung Schilddrüsenautoantikörper zur Vorhersage für Malignität bei Schilddrüsenpräparaten
Präoperative Schilddrüsenautoantikörper könnten genutzt werden, um das Risiko für das Vorhandensein einer Malignität bei Schilddrüsengewebeveränderungen besser vorhersagen zu können. Dies könnte den behandelnden Ärzten helfen, Therapieentscheidungen bei diesen Patienten zu treffen und die Operation zu beschleunigen.








