Liquid Biopsy in Diagnostik und Überwachung HPV-assoziierter Kopf-Hals-Tumoren

HPV-assoziierte Kopf-Hals-Tumoren sind auf dem Vormarsch, und trotz einer allgemein besseren Prognose entwickeln viele Patienten Rezidive. Kann die Liquid Biopsy eine Lösung bieten?

Arzt spricht mit Patient

Die Inzidenz von HPV-assoziierten Kopf-Hals-Tumoren steigt, und trotz einer besseren Prognose im Vergleich zu nicht-HPV-assoziierten Tumoren entwickeln 15-25% der Patienten Rezidive.

Die Herausforderung der Diagnostik

Die Diagnose dieser Tumoren basiert hauptsächlich auf invasiven Biopsien, die oft zu Verzögerungen in der Behandlung führen. Neue diagnostische Ansätze wie die Liquid Biopsy könnten eine Lösung bieten.

Die Studie im Detail

Die Studie untersuchte 399 Patienten, die in zwei Kohorten unterteilt wurden: eine für die Diagnostik und eine für die Überwachung. Die Liquid Biopsy wurde verwendet, um die DNA von fünf Hochrisiko-HPV-Typen zu messen.

Ergebnisse der Studie

Die Sensitivität der Liquid Biopsy in der Diagnostik betrug 91,5%, und die Spezifität lag bei 100%. In der Überwachungskohorte konnten alle Rezidive durch die Liquid Biopsy erkannt werden.

Vorlaufzeit und klinische Implikationen

Die Liquid Biopsy ermöglichte eine mediane Vorlaufzeit von 47 Tagen für die Erkennung von Rezidiven, was den früheren Beginn von Salvage-Therapien oder die Anwendung adjuvanter Therapie ermöglichen könnte.

Fazit

Die Liquid Biopsy zeigt vielversprechende Ergebnisse in der Diagnostik und Überwachung von HPV-assoziierten Kopf-Hals-Tumoren. Weitere Studien sind erforderlich, um die Technik im klinischen Setting zu etablieren.

Autor:
Stand:
29.08.2023
Quelle:

Ferrandino et al. (2023): Performance of Liquid Biopsy for Diagnosis and Surveillance of Human Papillomavirus–Associated Oropharyngeal Cancer. JAMA Otolaryngology-Head&Neck Surgery. doi:10.1001/jamaoto.2023.1937.

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