Mikrobiomunterschiede bei gesunden und trockenen Augen

Forschungen zum Augenmikrobiom bei Keratokonjunktivitis sicca offenbaren Unterschiede zu Gesunden und eröffnen neue Behandlungsmöglichkeiten für Augenleiden und weitere Krankheiten.

Konjunktivitis sicca

Die Rolle des Mikrobioms verstehen

Das menschliche Mikrobiom trägt eine fundamentale Rolle in der Aufrechterhaltung der Gesundheit. Bisher fokussierten sich Studien auf das Mikrobiom des Darms. Es ist jedoch entscheidend, das Verständnis der Mikrobiota an anderen Körperstellen zu erforschen, um das Wissen über die menschliche Gesundheit zu erweitern und gezielte Interventionen zur Krankheitsprävention und -behandlung zu entwickeln.

Das Mikrobiom des Auges wurde untersucht

Forscher haben neue Sequenzierungstechnologien genutzt, um die mikrobielle Zusammensetzung in den Augen gesunder Personen mit jener in Augen von Patienten mit Keratokonjunktivitis sicca zu vergleichen. Die Ergebnisse, die auf dem jährlichen Treffen der ASBMB (American Society for Biochemistry and Molecular Biology) vorgestellt wurden, könnten den Weg für verbesserte Behandlungsmethoden sowohl für Augenleiden als auch für Erkrankungen anderer Körperteile ebnen.

Unterschiede in den Mikrobiota zwischen Gesunden und Kranken gefunden

Die Studie zeigte auf, dass die Bakterienarten Streptococcus und Pedobacter in gesunden Augen überwiegen, während bei Personen mit trockenem Auge häufiger Acinetobacter-Arten festgestellt wurden. Es wird vermutet, dass die von diesen Bakterien produzierten Metaboliten für die Entwicklung einer Keratokonjunktivitis sicca verantwortlich sind. Weitere Forschungen sollten die beteiligten Stoffwechselwege klären und ein besseres Verständnis der Krankheit ermöglichen.

Verbindung zwischen Darm-Gehirn und Augen

Die nächsten Schritte der Forschung beinhalten die Untersuchung des Darmmikrobioms von Patienten mit trockenem Auge, um die Verbindungen zu den beobachteten Unterschieden im Augenmikrobiom besser zu verstehen und diese Ergebnisse in zukünftige Behandlungsansätze einfließen zu lassen.
 

 

Autor:
Stand:
07.05.2024
Quelle:

American Society for Biochemistry and Molecular Biology(ASBMB), Pressemeldung 26. März 2024

 

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