Visuelle Beeinträchtigung als Risikofaktor für Demenz

Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung unterstreicht die bedeutende Rolle visueller Beeinträchtigungen bei der Entwicklung von Demenz.

Ältere Frau Lupe

Die Studie, die Daten von über 2700 älteren Erwachsenen analysierte, zeigt, dass ein beachtlicher Anteil der Demenzfälle direkt mit Problemen der Sehkraft in Verbindung steht.

Über die Studie

Die bevölkerungsbasierte Querschnittsanalyse fand im Rahmen der National Health and Aging Trends Study statt. Die National Health and Aging Trends Study (NHATS) ist eine US-nationale Studie, die Informationen sammelt, wie sich das tägliche Leben mit zunehmendem Alter verändert. Insgesamt wurden 2.767 Erwachsene eingeschlossen, die im Jahr 2021 für Seh- und kognitive Tests in Frage kamen. Die Daten wurden von April bis August 2023 analysiert.

Ergebnisse und Implikationen 

Sehbehinderungen, gemessen an Kontrastempfindlichkeit sowie Nah- und Fernsehschärfe, zeigten signifikante Zusammenhänge mit Demenz. Besonders betroffen waren ältere Erwachsene im Alter von 71 bis 79 Jahren, Frauen und nicht-hispanische Weiße. Die Ergebnisse unterstützen die These, dass die Verbesserung der visuellen Gesundheit einen bedeutenden Einfluss auf die Demenzprävention haben könnte.

Fazit

Die Studie legt nahe, dass Sehbehinderungen einen größeren Beitrag zur Demenzentwicklung leisten können als bisher angenommene mittlere vaskuläre Risikofaktoren. Dies unterstreicht die Bedeutung von Screenings und Interventionen im Bereich der visuellen Gesundheit als Teil umfassenderer Präventionsansätze gegen Demenz.

Autor:
Stand:
29.10.2024
Quelle:

Smith JR, Huang AR, Zhou Y, et al. Vision Impairment and the Population Attributable Fraction of Dementia in Older Adults. JAMA Ophthalmol. Published online September 05, 2024. DOI: 10.1001/jamaophthalmol.2024.3131

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