Nichttuberkulöse Mykobakterien
Nichttuberkulöse Mykobakterien (NTM oder MOTT) ist eine Bezeichnung für alle Mykobakterien, die weder Tuberkulose noch Lepra auslösen. Charakteristisch für NTM ist ihre hohe Vielfalt in Hinsicht auf die Anpassung an die Umwelt und ihr Vorkommen.
Menschen sind in ständigem Kontakt mit NTM, da sie in den verschiedensten Umweltbereichen, wie zum Beispiel im Trinkwasser, Erde, pasteurisierter Milch und Käse, in hohen Zahlen vorkommen. Zu einer Erkrankung kommt es normalerweise bei Personen mit geschwächtem Immunsystem in Folge von Mukoviszidose, AIDS, Lungenerkrankungen, Chemotherapie, immunsuppressive Therapie oder nach Verletzungen.
Die häufigste Infektion findet in der Lunge statt, daneben treten auch lokale Infektionen an Haut, Weichteilen und Skelett auf. Bei Kindern tritt gehäuft eine zervikale Lymphadenopathie auf.
Insgesamt hat die Prävalenz in den letzten Dekaden deutlich zugenommen.
Mögliche Symptome
- Wundinfektionen
- Abszesse
- Knochenmarkentzündung
- Zervikale Lymphadenopathie
- Fieber
- Nachtschweiß
- Gewichtsverlust
- Durchfall
- Bauchschmerzen
- Knötchenförmige Hautveränderungen an den Knien, Händen und Ellenbogen
- Schwellungen
- Bläulich verfärbte Haut über Lymphknoten
- Vergrößerte Lymphknoten
- Indolente Lymphknoten
- Otitis media
- Mastoiditis
- Gastroösophagealer Reflux
- Cystische Fibrose
- HIV
- Skoliose
- Pectus excavatum
- Morbus Bechterew
- Hautinfektionen
- Weichteilinfektionen
- Augeninfektionen
- Skelettinfektionen
- Husten
- Auswurf
- Dyspnoe
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