Sicherheit bei Kindernotfällen
In Notfällen mit Kindern zählt jede Sekunde. Die korrekte Dosierung von Medikamenten, angepasst an das Gewicht des Kindes, ist dabei von entscheidender Bedeutung. Falsche Dosierungen können gravierende Folgen haben. Um solche Fehler zu vermeiden und den Rettungsdiensten sowie Erstversorgern die Arbeit zu erleichtern, hat die Sektion Pädiatrische Intensiv- und Notfallmedizin der DIVI nun eine spezielle Kindernotfallkarte ins Leben gerufen.
Ziel der DIVI-Kindernotfallkarte
Die neu entwickelte Karte soll die Medikamentenverabreichung bei Kindernotfällen vereinfachen. Dr. Bernd Landsleitner und Professor Florian Hoffmann, die maßgeblich an der Entwicklung beteiligt waren, betonen die Wichtigkeit, dass diese Karte schnellstmöglich in jedem Rettungswagen verfügbar sein sollte. Die Karte verzichtet weitgehend auf Verdünnungsangaben, um zusätzliche Fehlerquellen zu vermeiden. Stattdessen bietet sie klare, farblich abgesetzte Angaben zur Medikamentendosierung in Millilitern, sortiert nach verschiedenen Indikationen.
Herausforderungen bei Kindernotfällen
Wie das DIVI erklärt stellen Kindernotfälle selbst für spezialisierte Teams eine besondere Herausforderung dar. Florian Hoffmann, Oberarzt im Dr. von Haunerschen Kinderspital in München, weist darauf hin, dass solche Notfälle keine Routine darstellen, selbst in spezialisierten Einrichtungen. Dies erhöht den Stress für das medizinische Personal und das Risiko von Behandlungsfehlern.
Unterstützungssysteme sind unerlässlich
Bereits seit 2021 wird empfohlen, bei Kindernotfällen keine Medikamente mit einer engen therapeutischen Breite intravasal zu verabreichen, ohne ein unterstützendes System zu nutzen. Dies kann beispielsweise eine Tabelle oder ein Lineal sein. Die DIVI-Kindernotfallkarte dient nun als solch ein unterstützendes System und kann und sollte weit verbreitet werden.
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