Asthma ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern. Es handelt sich um eine chronische Entzündung der Atemwege, die sich durch Husten, Atemnot und pfeifender Atmung äußern kann. Verschiedene Auslöser wie Allergene, Infekte oder körperliche Anstrengung können Asthmaanfälle hervorrufen. Asthma kann auch erhebliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, das soziale Leben und den schulischen Alltag von Kindern und Jugendlichen haben.
Rehabilitation stärkt Gesundheit und Belastbarkeit
Eine Reha kann dazu beitragen, die Gesundheit und Belastbarkeit zu verbessern, sodass im besten Fall eine uneingeschränkte Teilhabe am Alltag wieder möglich wird. Ansprechpartner und Anlaufstelle kann hier die Deutsche Rentenversicherung sein. Ein Reha-Antrag kann in der Regel bis zum 18. Geburtstag des Kindes online gestellt werden – in Ausnahmefällen auch bis zum 27. Lebensjahr. Im Jahr 2023 erhielten so rund 4.000 Kinder und Jugendliche eine Reha wegen Asthma durch die Deutsche Rentenversicherung.
Therapiebausteine in der Asthma-Reha
Zu Beginn erfolgt eine umfassende ärztliche Untersuchung zur Beurteilung des Schweregrades der Erkrankung. Dabei werden auch mögliche Begleiterkrankungen berücksichtigt und psychische Belastungen erörtert. Auf dieser Grundlage wird ein individueller Therapieplan erstellt. Typische Maßnahmen sind z. B. Allergenvermeidung, Asthmaschulung, Atem- und Bewegungstherapie, sowie eine psychologische Betreuung.
Alltagstraining und Gruppenerfahrungen
Die Kinder lernen, wie sie im Alltag selbstbestimmter mit ihrer Erkrankung umgehen können. Sie üben, das Erlernte nachhaltig umzusetzen, um mehr Sicherheit im Umgang mit Asthma zu gewinnen. Gleichzeitig erfahren sie, dass sie mit ihrer Erkrankung nicht allein sind. Der Austausch mit Gleichaltrigen in ähnlicher Situation stärkt Selbstbewusstsein und soziale Kompetenz.
Wann ist eine Reha sinnvoll?
Eine Reha ist dann sinnvoll, wenn Asthma die Lebensqualität, die schulischen Leistungen oder die Entwicklung eines Kindes deutlich beeinträchtigt. Ziel ist die nachhaltige Förderung sowohl der körperlichen als auch der seelischen Gesundheit. Die Rehabilitation dauert in der Regel vier Wochen und kann stationär oder ambulant durchgeführt werden. Schulunterricht wird dabei integriert, um Lernrückstände zu vermeiden.
Kostenübernahme und Begleitpersonen
Die Rentenversicherung übernimmt die Kosten für Aufenthalt, Behandlung, Verpflegung und Reise. Bei Bedarf kann eine Begleitperson mitreisen, vor allem bei jüngeren Kindern. Auch deren Reisekosten und ein möglicher Verdienstausfall werden übernommen. Zusätzlich erhält die Begleitperson Schulungen zur Erkrankung des Kindes.
Spezialisierte Kliniken und Ziele der Reha
Es gibt vier Reha-Kliniken der Deutschen Rentenversicherung, die auf Asthma bei Kindern spezialisiert sind und über insgesamt 660 Plätze verfügen. Diese befinden sich auf Sylt, Amrum, in Gaißach und Bruchweiler. Die wichtigsten Ziele der Reha sind die Steigerung der Lebensqualität, der eigenständige Umgang mit Asthma und die Förderung körperlicher Aktivität. Eine anschließende ambulante Nachsorge dient der langfristigen Stabilisierung des Therapieerfolgs.








