Psychische Gesundheit digital stärken: GEDISA unterstützt „PharmBePsych“

In Kooperation mit der GEDISA, der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz und der Universität und Universitätsmedizin Mainz wird erprobt, wie digitale Tools die Beratung, Kommunikation und Therapiebegleitung bei psychischen Erkrankungen in Apotheken verbessern können.

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Wie lassen sich psychisch erkrankte Menschen in Apotheken noch gezielter unterstützen? Antworten auf diese Frage sucht das Forschungsprojekt „PharmBePsych“, das die Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Universitätsmedizin Mainz und der Gesellschaft für digitale Services der Apotheken mbH (GEDISA) ins Leben gerufen hat.

Die GEDISA begleitet das Vorhaben als technischer Partner und stellt die digitale Infrastruktur bereit. Ziel ist eine sichere, datenschutzkonforme und praxisnahe Kommunikation zwischen Apotheken, Patienten und dem Forschungsteam.

Zuverlässige digitale Infrastruktur

„Solche Forschungsprojekte brauchen zuverlässige digitale Strukturen – genau hier liegt unsere Stärke“, sagt Anastasia Morozova, Projektkoordinatorin bei GEDISA. „Wir freuen uns, einen Beitrag zur wissenschaftlichen Arbeit und zur Stärkung der Apotheken vor Ort leisten zu können.“

Laut Prof. Friedland, Professorin für Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, stelle die neue digitale Infrastruktur einen Goldstandard für alle zukünftigen digitalen Vor‑Ort‑Projekte in Apotheken dar. „Die von der GEDISA entwickelte Infrastruktur ermöglicht eine effiziente Kommunikation und strukturierte Dokumentation – ein entscheidender Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung des Forschungsvorhabens“, sagt Friedland.

Digital vernetzt – persönlich beraten

Insgesamt nehmen 31 Apotheken in Rheinland-Pfalz an der Studie teil. Sie begleiten in den kommenden zwölf Monaten rund 290 Patienten mit psychischen Erkrankungen. Ziel ist es, über biochemische Hintergründe der Erkrankung, medikamentöse Therapieoptionen und die Bedeutung einer guten Adhärenz verständlich, individuell und digital unterstützt aufzuklären.

Die Apotheken wurden zufällig in Interventions- und Kontrollgruppen eingeteilt. Ein Großteil der Kommunikation sowie die gesamte Projektdokumentation läuft über die digitale Infrastruktur der GEDISA.

Die digitalen Werkzeuge im Überblick

Die ApoGuide-App erinnert Patienten an die Einnahme, verwaltet Medikationspläne, ermöglicht sichere Chats mit der Apotheke und bietet Zugang zu Umfragen. APOMONDO ermöglicht Videoberatung und Terminverwaltung. Ein Webportal ist die zentrale Plattform für Organisation und Dokumentation der Studienteilnahme.

Apotheken sehen nur die Daten ihrer betreuten Patienten. Die Uni Mainz erhält ausschließlich pseudonymisierte Forschungsdaten. Alle Prozesse sind DSGVO-konform.

Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Versorgung

„PharmBePsych“ zeigt, wie sich moderne Technologien und die persönliche Betreuung vor Ort sinnvoll verzahnen lassen. Es ist ein Beispiel dafür, wie digitale Lösungen in Apotheken konkret zur Verbesserung der Versorgung psychisch Erkrankter beitragen und das wissenschaftlich fundiert, alltagstauglich und mit Blick auf die Zukunft der patientenorientierten Pharmazie.

Autor:
Stand:
03.08.2025
Quelle:

Gedisa: Gesellschaft für digitale Services der Apotheken mbH: Pressemitteilung, 24.07.2025.

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