α-Liponsäure, Ethylendiamin-Salz (2:1)

Alpha-Liponsäure wird der Wirkstoffgruppe der Antioxidantien zugerechnet.

Alpha-liponsaeure

Anwendung

Alpha-Liponsäure wird vor allem zur symptomatischen Behandlung von Missempfindungen bei diabetischer Polyneuropathie angewendet. Daneben kommt es in der Chelattherapie von Schwermetallvergiftungen zum Einsatz.

Wirkmechanismus

Bei Alpha-Liponsäure handelt es sich um eine schwefelhaltige Fettsäure, die als Coenzym vor allem an zahlreichen mitochondrialen Zellreaktionen beteiligt ist. Alpha-Liponsäure ist fett- und wasserlöslich und in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Der genaue Wirkmechanismus ist nicht bekannt. Das Erklärmodell sieht eine positive Wirkung auf Nervenzellen, indem Alpha-Liponsäure dazu beiträgt, die Blutversorgung der Nervenzellen zu verbessern und mehr Energie für eine gesunde Nervenfunktion bereit zu stellen.

Zudem wirkt Alpha-Liponsäure als Antioxidans. Es reduziert oxidativen Stress, indem es freie Radikale (Abbauprodukte des Zellstoffwechsels) bindet.

Alpha-Liponsäure wird zudem als Chelatbildner bei Entgiftungen mit Schwermetallen eingesetzt. Dafür geht der Wirkstoff mit den Metallionen eine Verbindung ein und deaktiviert diese. Über den Urin werden die Komplexe dann ausgeschieden.

Nebenwirkungen

Bei der bestimmungsgemäßen oralen Anwendung beschränken sich die Nebenwirkungen von Alpha-Liponsäure in der Regel auf Übelkeit und vorübergehenden Schwindel. Sehr selten kommt es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Hautausschlägen oder allergischen Reaktionen sowie Blutzuckerspiegelsenkungen, Schwitzen, Kopfschmerzen oder Sehstörungen.

Bei der intravenösen Anwendung sind schwere Nebenwirkungen von Alpha-Liponsäure möglich. Das sind unter anderem Atembeklemmungen, allergische Reaktionen bis zum anaphylaktischen Schockzustand sowie Blutgerinnungsstörungen.

Hinweise

Der Nutzen von Alpha-Liponsäure wurde in mehreren Studien mit positivem Ausgang untersucht. Das Deutsche Diabetes-Zentrum Düsseldorf kommt beispielsweise zu dem Ergebnis, dass die tägliche orale Gabe von 600 mg über einen Zeitraum von 5 Wochen Schmerzen und Missempfindungen bei diabetischer Polyneuropathie um bis zu 50 Prozent verringern kann.

Wirkstoff-Informationen

Molare Masse:
472.75 g·mol-1
Vaterstoff:
Autor:
Stand:
15.06.2016
  • Teilen
  • Teilen
  • Teilen
  • Drucken
  • Senden
3 Präparate mit α-Liponsäure, Ethylendiamin-Salz (2:1)