Aluminiumchlorid

Aluminiumchlorid gehört als Adstringens zur Wirkstoffgruppe der Antiseptika und Desinfektionsmittel.

Anwendung

Aluminiumchlorid wird vor allem in Mundwässern und Gurgellösungen zur unterstützenden symptomatischen Behandlung von Infektionen des Mund-Rachenraumes eingesetzt.

Lösungen mit Aluminiumchlorid-Hexahydrat werden zudem gegen übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) lokal angewendet.

Wirkmechanismus

Anders als andere Antiseptika und Desinfektionsmittel hat Aluminiumchlorid aber keine direkte Wirkung auf Keime. Der schützende Effekt entsteht, indem Aluminiumchlorid die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes zur Bildung einer Schutzschicht anregt. Dadurch dringen Keime und ihre Toxine erschwert und weniger tief in die Schleimhäute ein.

Mit dem adstringierenden (verdichtenden) Effekt von Aluminiumchlorid erklärt man sich auch die Wirkung gegen übermäßiges Schwitzen. Demnach verstopft Aluminiumchlorid die Schweißdrüsen und führt so zu einer Verbesserung der Symptome. Wegen dieser Wirkung ist Aluminiumchlorid auch in vielen Deodorants enthalten.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen der bestimmungsgemäßen äußerlichen Anwendung von Aluminiumchlorid sind nicht bekannt. Überdosierungen führen mitunter zu Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen.

Hinweise

Antitranspiranzien mit Aluminiumchlorid wurden in der Öffentlichkeit mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs in Verbindung gebracht. Studien des nationalen amerikanischen Krebs-Institutes konnten diesen Zusammenhang bislang nicht belegen. Derzeit gibt es auch keine Studien, die nachweisen könnten, dass Aluminiumchlorid das Erkrankungsrisiko einer Alzheimer-Demenz erhöhe.

Wirkstoff-Informationen

Molare Masse:
133.34 g·mol-1
Autor:
Stand:
17.07.2017
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