Tripelennamin
Tripelennamin ist ein Ethylendiamin-Derivat und fungiert als H1-Antihistaminikum, das durch die Blockade der H1-Rezeptoren die Wirkungen von Histamin reduziert und somit allergische Reaktionen lindert. Es wird hauptsächlich zur Behandlung von Juckreiz nach Insektenstichen und allergischen Hautreaktionen angewendet.
Tripelennamin: Übersicht

Anwendung
Tripelennamin (Azaron-Stift) ist zur Linderung oder symptomatischen Beseitigung von Juckreiz nach Insektenstichen oder -bissen und nach Kontakt mit Quallen oder Brennnesseln indiziert.
Wirkmechanismus
Tripelennamin wirkt als H1-Antihistaminikum, indem es die H1-Rezeptoren blockiert und so die Wirkung von Histamin, einem Schlüsselmediator bei allergischen Reaktionen und Entzündungen, hemmt. Bei Insektenstichen, die eine lokale Freisetzung von Histamin aus Mastzellen verursachen, führt die Anwendung von Tripelennamin zur Reduktion von Symptomen wie Juckreiz, Schwellung und Rötung.
Pharmakokinetik
Tripelennamin ist ein Antihistaminikum, das bei Überdosierung vor allem eine beruhigende (sedative) Wirkung zeigt. Es wird sowohl über den Magen-Darm-Trakt als auch über Injektionen schnell aufgenommen. Besonders bei verletzter Haut oder bei Säuglingen und Kleinkindern kann es auch schnell durch die Haut aufgenommen werden.
Die Ausscheidung des Wirkstoffs und seiner Abbauprodukte erfolgt hauptsächlich über die Nieren und zu einem geringeren Teil über die Galle.
Die Dauer bis zur vollständigen Ausscheidung kann von Person zu Person variieren und ist oft langsam, was eine Anhäufung im Körper möglich macht. Die tödliche Dosis für Erwachsene beginnt bei 2 Gramm. Bei Mäusen liegt die tödliche Dosis (LD50) bei 300 mg/kg bei oraler und 80-100 mg/kg bei subkutaner Verabreichung.
Akute Vergiftungen durch die übliche Darreichungsform sind unwahrscheinlich, da für eine toxische Dosis bei Säuglingen die Einnahme mehrerer Stifte notwendig wäre.
Dosierung
Tripelennamin wird einmal täglich auf den juckenden Bereich aufgetragen und leicht eingerieben.
Kontraindikationen
Tripelennamin darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Tripelennamin, andere antiallergisch wirkende Stoffe oder bei Entzündungen an der juckenden Hautstelle.
Fachinformation Azaron










