Vitamin A
- Chemische Gruppe: Retinoide
- Aktive Formen: Retinol, Retinal & Retinsäure
- Biosynthese: durch Spaltung von Carotinen in der Darmwand oder durch Hydrolyse von Retinylestern aus tierischen Produkten
- Speicherung hauptsächlich in der Leber als Retinylpalmitat oder -stearat
- Halbwertszeit der Speicherform in der Leber beträgt 50-100 Tage
- Physiologische Bedeutung: notwendig für Körperwachstum, Differenzierung der Epithelzellen, Reproduktion (Spermiogenese), Embryonalentwicklung & Sehfunktion
- Mangelerkrankungen: Nachtblindheit, Austrocknung & Verhornung der Schleim- und Bindehäute sowie Einschmelzung der Hornhaut und Hyperkeratose
Vitamin D
- Chemische Gruppe: Calciferole
- Biosynthese: Vitamin D3 (Colecalciferol) kann im Körper selbst durch Einwirkung von UVB-Strahlen synthetisiert werden (Bildung in den Keratinozyten der Haut)
- Aktive Form des Vitamin D3: Calcitriol
- Physiologische Bedeutung: wichtig für den Erhalt des Calcium-Spiegels (zusammen mit Parathormon) und damit für die Knochenstabilität, Proliferation & Differenzierung der Hautzellen, immunmodulierender Effekt
- Mangelerkrankungen: Rachitis bei Kindern & Osteomalazie bei Erwachsenen
Vitamin E
- Chemische Gruppe: Tocopherole, Tocotrienole
- Aktivste Form: α-Tocopherol
- Biosynthese: ausschließlich in Pflanzen und in einigen Cyanobakterien
- Physiologische Bedeutung: ist als Radikalfänger (Antioxidans) an Redoxvorgängen des Intermediärstoffwechsels beteiligt
- Mangelerkrankungen: Muskelschwäche sowie neurologischen Störungen (allerdings selten)
- Ein Vitamin-E-Mangel tritt v.a. bei unzureichender Gallensekretion in den Dünndarm, bei Patienten mit Abetalipoproteinämie oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen auf
Vitamin K
- Chemische Gruppe: Phyllochinone
- Aktive Formen: Phytomenadion (Vitamin K1) & Menachinon (Vit. K2)
- Biosynthese & Vorkommen: Vitamin K1 kommt als Bestandteil des Photosyntheseapparats in grünen Pflanzenteilen vor, Vitamin K2 wird in Bakterien synthetisiert und kommt z.B. in Joghurt und Käse vor
- Physiologische Bedeutung: Synthese der Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X sowie der Proteine C und S (Gerinnungsinhibitoren) in der Leber, daneben Aktivierung von Osteocalcin (Förderung des Knochenaufbaus) & Matrix-Gla-Protein (Hemmung der Gefäßkalzifizierung)
- Mangelerkrankungen: Blutgerinnungsstörungen, erhöhtes Frakturrisiko und evtl. Arteriosklerose










