STADA Health Report 2025: Gesundheitsverhalten der Europäer

Der STADA Health Report 2025 wirft einen differenzierten Blick auf die Gesundheitsrealität in Europa. Die meisten Menschen wissen, was ihnen guttun würde, doch nur wenige schaffen es, das auch dauerhaft umzusetzen. Der Report zeigt die Hürden und was sich ändern muss.

Ärzte lesen Gesundheitsbericht

Ob gesunde Ernährung, Bewegung oder mentale Auszeiten – Europas Bürger wollen gesund leben. Ganze 96 % sagen, dass ihnen Gesundheit wichtig ist. Doch der neueste STADA Health Report 2025 zeigt, dass zwischen guten Vorsätzen und gelebtem Alltag oft eine Lücke klafft.

Wissen ja – Umsetzung nein

Fast neun von zehn Europäern sind überzeugt, dass gesunde Ernährung Krankheiten vorbeugen kann. Aber nur 57 % setzen dieses Wissen tatsächlich in die Tat um. Ähnlich sieht es beim Thema Bewegung und Prävention aus. Zwar tun 72 % regelmäßig etwas für ihre Gesundheit, doch Stress, Zeitmangel und finanzielle Sorgen erschweren vielen den gesunden Lebensstil.

Einkommen und Gesundheit

Besonders Menschen mit wenig Geld und psychischer Belastung tun sich schwer. Nur 36 % dieser Gruppe bewerten ihren Lebensstil als gesund. Bei finanziell besser Gestellten sind es 58 %. Auch die mentale Gesundheit leidet. Menschen mit Geldsorgen stufen ihre seelische Verfassung dreimal häufiger als schlecht ein als Wohlhabendere.

Mentale Gesundheit: viel Bedarf, wenig Hilfe

Mehr als ein Drittel der Europäer kämpft mit psychischen Problemen. Doch nur 17 % suchen aktiv Hilfe, und gerade einmal 10 % nehmen therapeutische Unterstützung in Anspruch. Dabei ist das Bedürfnis groß: 66 % geben an, bereits ein Burnout erlebt zu haben oder kurz davor gewesen zu sein. Besonders betroffen sind junge Erwachsene.

Gesundheitssysteme: Vertrauen ja, Gerechtigkeit nein

Hausärzte (69 %) und Apotheker (58 %) genießen hohes Vertrauen. Doch das System selbst steht in Kritik. Nur 51 % der Befragten empfinden ihr Gesundheitssystem als gerecht. Besonders Menschen mit psychischen Belastungen oder in schwieriger finanzieller Lage fühlen sich oft allein gelassen.

Hoffnung KI, aber mit Skepsis

Künstliche Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen wird ambivalent gesehen. Während 39 % sich vorstellen können, sie zu nutzen, bleiben die meisten skeptisch. Das geschieht meist aus Sorge vor Fehlern, fehlender Menschlichkeit und Datenschutzproblemen. Der persönliche Kontakt zum Beispiel in Apotheken bleibt deshalb sehr wichtig. 40 % suchen dort gezielt Beratung, oft wegen des vertrauten Umfelds.

Autor:
Stand:
04.07.2025
Quelle:

STADA Arzneimittel AG: STADA Health Report 2025

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