25 Jahre Qualitätssicherung in Apotheken: BAK feiert Leitlinienjubiläum

Vor 25 Jahren wurde die erste Leitlinie zur Qualitätssicherung der Bundesapothekerkammer verabschiedet. Heute profitieren Apotheken von einem umfassenden System an praxisnahen Hilfestellungen mit kontinuierlichen Aktualisierungen und digitalen Materialien.

25 Jahre Qualitaetssicherung in Apotheken

Die Bundesapothekerkammer (BAK) blickt auf ein Vierteljahrhundert qualitätsgesicherter Apothekenpraxis zurück. Seit 25 Jahren stellt sie bundesweit einheitliche Leitlinien und praxisnahe Arbeitshilfen zur Verfügung, die Apotheken bei der Umsetzung und Weiterentwicklung ihres Qualitätsmanagements unterstützen. Was im Jahr 2000 mit der ersten Leitlinie begann, hat sich mittlerweile zu einem umfangreichen System mit rund 170 Dokumenten entwickelt.

Qualitätssicherung auf dem Stand der Technik

„Wir setzen Qualitätsmaßstäbe für alle Apothekerinnen und Apotheker und aktualisieren diese regelmäßig zusammen mit Expertinnen und Experten“, erklärt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer. „Es gibt einen einfachen Grund, warum wir uns diese Mühe machen: Wir sind ein freier Heilberuf. Zur Freiberuflichkeit gehört auch, dass wir immer auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik arbeiten.“

Die erste Leitlinie wurde am 4. Mai 2000 von der Mitgliederversammlung der BAK verabschiedet. Seither wurde das Regelwerk kontinuierlich weiterentwickelt, und zwar inhaltlich wie strukturell. Neue Tätigkeitsfelder fanden ebenso Berücksichtigung wie gesetzliche Vorgaben und gesellschaftliche Entwicklungen. So ergänzten etwa eine Leitlinie zur Heimversorgung (2003), zur Krankenhausversorgung (2010) und zur Opioid-Substitution (2011) das Portfolio. Auch neue pharmazeutische Dienstleistungen wie Impfungen wurden aufgegriffen. In die 2020 veröffentlichte Leitlinie zur Grippeschutzimpfung wurden später auch die COVID-19-Impfungen integriert.

Digitalisierung in der pharmazeutischen Versorgung

Neben der inhaltlichen Weiterentwicklung stand in den vergangenen Jahren zunehmend auch die digitale Nutzbarkeit im Fokus. Arbeitshilfen lassen sich heute nicht nur online abrufen, sondern auch direkt am Bildschirm ausfüllen und digital archivieren. Das reduziere laut Hoffmann den administrativen Aufwand und komme letzten Endes auch den Patienten zugute.

Unterstützung für das Qualitätsmanagement

Die Nachfrage nach qualitätsgesicherten Hilfestellungen bleibt hoch: Allein im Jahr 2023 wurden die Leitlinien und Arbeitshilfen rund 158.000-mal heruntergeladen, 2024 stieg diese Zahl auf etwa 174.000 Downloads. Die Unterlagen bieten praxisnahe Unterstützung bei der Umsetzung eines Qualitätsmanagementsystems gemäß § 2a der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO).

Beitrag zur Patientensicherheit

Erstellt und gepflegt werden alle Unterlagen von den Fachreferaten der BAK in enger Zusammenarbeit mit ehrenamtlich besetzten Expertengruppen aus der pharmazeutischen Praxis. Die Leitlinien und Arbeitshilfen dienen nicht nur der Standardisierung betrieblicher Abläufe, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Patientensicherheit und zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Arzneimittelversorgung.

„Die Aufgaben der Apotheken haben sich in den vergangenen Jahren deutlich erweitert – und wir unterstützen die Apotheken dabei“, sagt Hoffmann. Das will die BAK auch in Zukunft fortführen.

Autor:
Stand:
07.05.2025
Quelle:

ABDA: Pressemeldung, 05.05.2025.

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