Auf dem Deutschen Apothekertag (DAT), der vom 22. bis 23. September 2021 in Düsseldorf und online als Hybridveranstaltung stattfand, wurde die Forderung nach einer Aktualisierung der Approbationsordnung (AAppO) mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Die Novellierung sei dringend nötig, so Thomas Benkert, Präsident der Bundesapothekerkammer. „Nur so können wir uns nachhaltig an den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt anpassen und den aktuellen wie künftigen Anforderungen an den Apothekerberuf gerecht werden“.
AMTS durch Beratungskompetenz erhöhen
Ziel der Novellierung ist es, die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) weiter zu erhöhen. Die pharmazeutische Beratung nimmt einen immer größeren Stellenwert ein und wird aufgrund der zunehmenden Komplexität der Arzneimitteltherapie stetig anspruchsvoller. Dies gilt auch für andere pharmazeutische Aufgaben. Die Studierenden müssten aber in Zukunft mindestens so intensiv betreut werden wie bisher, erklärt Benkert weiter. Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) hatte im Juni ein Positionspapier vorgelegt, in dem er bessere Standards für Pharmazeuten im Praktikum in Bezug auf Lernzeiten, Krankheitstage sowie die Vergütung forderte.
Mangelberuf Apotheker
Benkert betont auch, dass der Apothekerberuf seit Jahren zu den Mangelberufen zähle. Daher seien in Zukunft auch mehr Absolventen des Pharmaziestudiums nötig.
„Runder-Tisch“ soll Vorschlag erarbeiten
Die derzeitige Approbationsordnung stammt aus dem Jahr 2001. Sie wurde vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit Zustimmung des Bundesrats auf Basis der Bundes-Apothekerordnung erlassen. Die Bundesapothekerkammer hat einen sogenannten „Runden-Tisch“ mit Professoren pharmazeutischer Hochschulen, Berufsfachverbänden der Apotheken sowie dem BPhD zusammengerufen. Dieser soll einen gemeinsamen Vorschlag zur Novellierung der Ausbildungsordnung erarbeiten, der dem BMG als Grundlage für die neue AApO dienen soll.










