Die Gesundheitsministerkonferenz der Bundesländer hat sich bei ihrem Treffen am 5. Juni einstimmig für eine Stärkung der Vor-Ort-Apotheken ausgesprochen. Angesichts der sinkenden Zahl von Apotheken und der Sorge um die flächendeckende Arzneimittelversorgung, fordern die Bundesländer das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auf, Vorschläge zur finanziellen Unterstützung der Apotheken und damit eine Anpassung der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) zu erarbeiten. Bereits vor einigen Wochen hatten die Bundesländer die Bundesregierung mittels eines Bundesratsbeschlusses dazu aufgefordert, die Forderungen der Apothekerschaft ernst zu nehmen.
"Dass sich die Bundesländer erneut und geschlossen hinter unsere Forderungen stellen, ist ein wichtiges Signal. Bemerkenswert ist, dass die Länder im Gegensatz zur Bundespolitik erkennen, wie groß der Handlungsdruck inzwischen ist“, so Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Eine Anpassung des Festbetrags, die seit elf Jahren nicht erfolgt ist, ist Teil des politischen Forderungskatalogs der ABDA und wurde u. a. beim bundesweiten Apothekenprotesttag am 14. Juni thematisiert. Overwiening betont die zusätzliche Belastung der Apotheken durch die Lieferengpass-Krise, Inflation und den Fachkräftemangel.
„Wir hoffen, dass Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach diese Botschaft annimmt. Für die anstehenden Gesprächen über unsere Honorarerhöhungen erwarten wir, dass er ernst nimmt, wenn ein gesamter Versorgungszweig Warnsignale aussendet“, so die ABDA-Präsidentin.









