Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ruft Ärzte und Apotheker dazu auf, die Bestellung für Grippe-Impfstoffe bis spätestens zum 31. März 2025 abzuschließen. Nur so kann sichergestellt werden, dass in der Grippe-Saison 2025/2026 ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stehen.
Impfstoffproduktion ist komplex
Die Produktion von Grippe-Impfstoffen ist ein komplexer Prozess, der mehrere Monate dauert. Von der Herstellung bis zur Freigabe durch das PEI vergehen rund vier bis fünf Monate. Bestellungen, die zu spät eingehen, können nicht mehr berücksichtigt werden.
Aktuell weicht die Zahl der vorbestellten Impfstoffdosen erheblich vom ermittelten Bedarf ab. Besonders betroffen sind die für Personen ab 60 Jahren empfohlenen Hochdosis- oder MF-59 adjuvantierten Impfstoffe. Verzögerte oder unzureichende Bestellungen können die Impfstoffverfügbarkeit in der kommenden Grippesaison einschränken.
STIKO-Empfehlung für die Grippesaison 2025/2026
Die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) dienen als Orientierungshilfe für die rechtzeitige Vorbestellung der entsprechenden Impfstoffe. Bei ihren Empfehlungen berücksichtigt die STIKO sowohl das Alter als auch individuelle Risikofaktoren der zu impfenden Personen. Nach Bestätigung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) werden die Details zur Erstattungsfähigkeit durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in der Schutzimpfungs-Richtlinie festgelegt.
In ihrer im Oktober 2024 aktualisierten Empfehlung rät die STIKO dazu, dass Personen ab 60 Jahren für die Grippesaison 2025/2026 eine Influenza-Impfung mit einem Hochdosis- oder einem MF-59-adjuvantierten Impfstoff erhalten sollten – jeweils mit der aktuellen, von der WHO empfohlenen Antigenkombination.
Freigabe durch das Paul-Ehrlich-Institut
Die Bestellung der Grippeimpfstoffe sollte bis Ende März abgeschlossen sein, da im Anschluss die rund vier- bis fünfmonatige Produktionsphase beginnt. Daran schließt sich die Genehmigung der Stammanpassung an. Ab Mitte August erfolgt die schrittweise Auslieferung der Impfstoffchargen, sobald diese die Chargenprüfung und -freigabe durch das Paul-Ehrlich-Institut erfolgreich durchlaufen haben.
Nachbestellungen sind wegen dem aufwendigen Herstellungsprozess nicht möglich, da keine zusätzliche Produktion im Laufe des Jahres erfolgt. Zudem stehen angesichts der weltweiten Nachfrage keine zusätzlichen Kontingente für spätere Bestellungen zur Verfügung.










