Ob für Diabetes oder zum Gewichtsmanagement, Fertigpens stellen eine bedeutende Darreichungsform für oft lebenswichtige Medikamente dar. Dabei werden allein vom Unternehmen Novo Nordisk 750 Millionen Fertigpens pro Jahr produziert, mit steigender Tendenz. Tagtäglich landen so unzählige gebrauchte Fertigpens im Müll.
Die Bestandteile der Pens eignen sich jedoch gut für andere Zwecke. Mit dem ReMed™ Programm können Fertigpens von Novo Nordisk recycelt und einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zugeführt werden. Viele Materialien der Modelle FlexPen, FlexTouch sowie FlexPro werden damit für andere Verwendungen zur Verfügung gestellt. Mit Stand März 2024 können derzeit etwa 50% eines Pens wiederverwertet werden. Hierzu gehören etwa Polypropylen (PP) oder magnetischer Stahl.
Die Durchführung des ReMed™ Programms erfordert die Mitwirkung von Arztpraxen, Apotheken und Patienten. Damit die Fertigpens recycelt werden können, müssen alle Beteiligten über den Prozess informiert sein.
Apotheken sammeln gebrauchte Pens von Novo Nordisk
Patienten werden zuerst über das ReMed™ Programm in Arztpraxen oder Apotheken informiert und erhalten sodann in teilnehmenden Apotheken spezielle Beutel, um die gebrauchten Pens zu sammeln. Wichtig dabei ist es, die Nadeln davor zu entfernen. Die vollen Sammelbeutel können dann wieder in der Apotheke abgegeben werden.
Die teilnehmende Apotheke lagert die Beutel in einem Sammelcontainer, bis ein Logistikpartner diese abholt und zu einer Recyclinganlage in Dänemark bringt. In der Anlage werden die gebrauchten Pens sortiert, getrennt und die recyclingfähigen Anteile für neue Produkte wieder aufbereitet. So können Rohstoffe wiederverwertet und nachhaltig genutzt werden.
Nachdem ähnliche Recyclingprogramme in mehreren Ländern bereits erfolgreich durchgeführt wurden, startet ReMed™ nun auch in Teilen Deutschlands, zunächst aber nur mit Kooperationsapotheken. Zuerst wird das Programm in Berlin und Rheinland-Pfalz getestet. Wenn diese Pilotphase erfolgreich verläuft, plant Novo Nordisk es langfristig bundesweit einzuführen.
Wie können Apotheken teilnehmen?
Interessierte Apotheken können Teil des ReMed™ Pilotprojekts werden, indem sie sich über ein Anmeldeformular registrieren. Dieses ist abrufbar auf: Registrierung (novonordisk.de). Über ein Bestellportal ist es möglich Sammelcontainer und -beutel, weiteres Infomaterial, wie Flyer, Broschüren oder Sticker zu bestellen.
Mithilfe der Unterstützung von Apotheken kann das Programm bekannter und immer weiter verbessert werden. Vorteilig für die Apotheke ist laut Novo Nordisk dabei, dass sie durch ihre Teilnahme am ReMed™ Recyclingprogramm ihren Kunden aufzeigt, dass dem Betrieb ein schonender Umgang mit Ressourcen sowie das Vermeiden von Plastikmüll wichtige Anliegen sind.









