Nach 16 Wochen ist die Grippewelle der Saison 2024/25 offiziell beendet. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilt, verlief die Welle von der 51. Kalenderwoche 2024 bis zur 14. Kalenderwoche 2025. Seitdem ist die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) sowie der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) spürbar zurückgegangen.
ARE-Inzidenz rückläufig
In der 16. Kalenderwoche 2025 lag die ARE-Inzidenz bundesweit bei rund 4.600 Fällen pro 100.000 Einwohner. Das entspricht etwa 3,9 Millionen neu aufgetretenen akuten Atemwegserkrankungen innerhalb einer Woche. Zum Vergleich: In der Vorwoche waren es noch rund 6.200 Fälle pro 100.000 Einwohner. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Schulkindern und bei Personen ab 60 Jahren aus.
Auch die Zahl der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI), also akute Atemwegserkrankungen mit Fieber und Husten oder Halsschmerzen, ging weiter zurück. In der 16. Kalenderwoche wurden etwa 800 ILI-Fälle pro 100.000 Einwohner registriert, nachdem sie zu Beginn der Saison in der 5. Kalenderwoche noch ihren Höhepunkt mit rund 3.300 Fällen erreicht hatte. Die aktuelle ILI-Rate liegt bereits auf annäherndem Sommerniveau.
Grippesaison verlief gemäßigt
Verglichen mit den beiden Vorsaisons (2022/23 und 2023/24) begann die Grippewelle 2024/25 später. Während die ILI-Inzidenz in den Vorjahren bereits im November und Dezember stark angestiegen war, blieb sie in diesem Zeitraum 2024 noch moderat. Erst nach dem Jahreswechsel setzte ein deutlicher Anstieg ein.
Die ARE-Inzidenz stieg zu Beginn des Jahres 2025 rasch an, mit einem Spitzenwert von etwa 9.300 Fällen pro 100.000 Einwohner in der 5. Kalenderwoche. Danach stabilisierte sie sich auf hohem Niveau, bevor in der 16. Kalenderwoche ein deutlicher Rückgang verzeichnet wurde.
Virologisches Bild: Erkältungsviren dominieren
Aktuell wird die ARE-Aktivität überwiegend durch Rhino- und Enteroviren bestimmt, daneben zirkulieren weiterhin saisonale humane Coronaviren und Respiratorische Synzytialviren (RSV). Die Zahl schwer verlaufender Atemwegserkrankungen ist seit mehreren Wochen rückläufig.
COVID-19 bleibt auf niedrigem Niveau
Die COVID-19-Aktivität spielt derzeit nur eine untergeordnete Rolle im Infektionsgeschehen. Laut GrippeWeb-Daten lag die geschätzte COVID-19-Inzidenz in der 16. Kalenderwoche unter 100 Fällen pro 100.000 Einwohner. Auch die aggregierte Viruslast von SARS-CoV-2 im Abwasser, ein weiterer Überwachungsparameter des RKI, befindet sich auf niedrigem Niveau.
Wie in den Vorjahren wirkte sich auch diesmal die Osterferienzeit dämpfend auf die Übertragungsdynamik aus. Die aktuellen Zahlen basieren auf den Meldungen von fast 8.000 Teilnehmenden bei GrippeWeb, einem freiwilligen Online-Portal zur Überwachung akuter Atemwegserkrankungen. Nachmeldungen können die finalen Werte noch leicht verändern.








