Covid-19-Impfstoffe retteten mehr als eine Million Menschenleben in Europa

Zwischen Dezember 2020 und März 2023 haben Covid-19-Impfungen in Europa mindestens 1.004.927 Menschenleben gerettet. Die Mehrheit betraf Personen im Alter von 60 Jahren oder älter.

Impfung Coronapandemie

Neue Forschungsergebnisse, die auf dem aktuellen Europäischen Kongress für Klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (European Congress of Clinical Microbiology & Infectious Diseases [ECCMID]) vorgestellt wurden, zeigen, dass Covid-19-Impfungen in Europa zwischen Dezember 2020 und März 2023 mindestens 1.004.927 Leben gerettet haben. Die Mehrheit (96%) betraf Personen ≥60 Jahre, wobei die erste Auffrischungsimpfung für fast zwei Drittel (64%) der geretteten Leben in dieser Altersgruppe verantwortlich war. Mit 568.064 verhinderten Todesfällen wurden während der Omikron-Welle die meisten Leben gerettet. Das geht aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor [1].

Über 2 Millionen coronabedingte Todesfälle in Europa seit Beginn der Pandemie

Seit Beginn der Pandemie Anfang 2020 wurden laut WHO-Regionalbüro für Europa offiziell über zwei Millionen im Labor bestätigte Covid-19-Todesfälle registriert. Die Länder der Europäischen Region der WHO (die alle Länder der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums umfasst) haben Covid-19-Impfprogramme eingeführt, um gefährdete Gruppen vor schweren Erkrankungen zu schützen, heißt es in dem Bericht. Die neuen Schätzungen der WHO verdeutlichen die Wirkung dieser Impfprogramme und unterstreichen die dringende Notwendigkeit für Länder mit geringer Durchimpfungsrate, ihre älteren Erwachsenen vollständig zu impfen, sagte Dr. Margaux Meslé, Epidemiologin beim WHO-Regionalbüro für Europa.

Impfstoffe gegen Covid-19: Leben gerettet, aber noch Nachholbedarf bei gefährdeten Gruppen

„Unsere Untersuchungen zeigen, dass die Covid-19-Impfstoffe während der Pandemie in ganz Europa eine große Zahl von Leben gerettet haben. Dennoch sind immer noch zu viele Menschen in gefährdeten Gruppen in der Europäischen Region der WHO nicht oder nur teilweise geimpft“, fasst Dr. Richard Pebody, Leiter des Teams für hochbedrohliche Krankheitserreger beim WHO-Regionalbüro für Europa, die Situation zusammen. Er fordert alle ungeimpften Risikopersonen dringend dazu auf, die Impfung nachzuholen.

Nachtrag

Dieser Artikel basiert auf dem Abstract 01898 der Jahrestagung des European Congress of Clinical Microbiology & Infectious Diseases (ECCMID) vom 15.–18. April in Kopenhagen, Dänemark. Das Material wurde vom Auswahlkomitee des Kongresses einem Peer-Review unterzogen. Es gibt noch keine vollständige Abhandlung, und die Arbeit wurde noch nicht bei einer medizinischen Fachzeitschrift zur Veröffentlichung eingereicht.

Autor:
Stand:
19.04.2023
Quelle:

Europäische Gesellschaft für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ECCMID), Pressemitteilung, 16. April 2023.

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