Klarstellung zu Falschmeldungen über mRNA-Impfstoffe
Die Medizinische Behandlungsverbund GmbH (MBV) verbreitete am 01. Dezember 2023 einen Aufruf, der angebliche Risiken durch DNA-Verunreinigungen in mRNA-basierten Covid-19-Impfstoffen thematisiert. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat sich zu diesen Behauptungen geäußert und wichtige Klarstellungen vorgenommen [1].
Das PEI betont, dass die Inhalte des Schreibens falsch sind und keiner wissenschaftlichen Grundlage entsprechen. Der Aufruf dient laut der Behörde der Verunsicherung durch gezielte Desinformation. Das Rote-Hand-Brief-Symbol wurde ohne Autorisierung des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) oder des PEI verwendet. Rote-Hand-Briefe werden nur durch den pharmazeutischen Unternehmer nach Abstimmung mit den Bundesoberbehörden und gegebenenfalls den Bundesländern versendet.
Überprüfungsprozess der Impfstoffe vor Markteinführung
Gemäß § 32 des Arzneimittelgesetzes (AMG) müssen Impfstoffchargen in Deutschland vom PEI geprüft und freigegeben werden. Die Zulassung eines Impfstoffprodukts legt fest, welche Spezifikationen erfüllt sein müssen, bevor eine Charge in den Verkehr gebracht werden kann. Dies schließt DNA-Grenzwerte pro Dosis ein. Die Überprüfung dieser Grenzwerte erfolgt experimentell durch den Hersteller. Zusätzlich prüft das Official Medicines Control Laboratory (OMCL) im europäischen OMCL-Netzwerk, ob die Testergebnisse des Herstellers innerhalb der zugelassenen Grenzwerte liegen (Dokumentenprüfung).
Das PEI weist darauf hin, dass alle in Deutschland vertriebenen Chargen von Comirnaty in allen Indikationen und Konzentrationen entsprechend OMCL-Leitfaden und Zulassungsvorgaben geprüft und freigegeben wurden.
Konkrete Maßnahmen und Empfehlungen
Der Versender der Falschmeldung, die Medizinische Behandlungsverbund GmbH (MBV), ist bereits im Sommer dieses Jahres mit der Verbreitung von Desinformationen zu Covid-19-Impfschäden auf ihrer Webseite aufgefallen, wie aus einem Bericht der Tagesschau hervorgeht [2]. Das PEI rät dringend davon ab, dem falschen Aufruf zu folgen und Impfstoffe an die im Schreiben genannte Adresse zu senden. Es wird betont, dass die im Schreiben erwähnten Untersuchungen von nicht autorisierten Laboren durchgeführt wurden und die Schlussfolgerungen nicht dem aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse entsprechen.
Der Nutzen von Covid-19-mRNA-Impfstoffen überwiegt deutlich die möglichen Risiken und diese Impfstoffe werden von nationalen Impfkommissionen, wie der Ständigen Impfkommission (STIKO) in Deutschland, aber auch in internationaler Übereinstimmung empfohlen.










