Auf der 45. Jahrestagung der American Society for Laser Medicine and Surgery (ASLMS) präsentierte Lumenis neue klinische Daten zu Haut- und Haarindikationen. Im Fokus standen Ergebnisse zu androgenetischer Alopezie, Rhinophym sowie zur Behandlung großflächiger lichtgeschädigter Haut. Die vorgestellten Studien unterstreichen den zunehmenden Stellenwert moderner energiebasierter Verfahren in der ästhetischen Dermatologie. Gleichzeitig zeigen sie, wie technologische Weiterentwicklungen bestehende Behandlungsansätze optimieren können.
Nicht-ablative Lasertherapie bei androgenetischer Alopezie
Besonderes Interesse gilt dem Lasersystem FoLix, das als erstes und bislang einziges von der FDA zugelassenes nicht-ablatives fraktioniertes Laserverfahren zur Behandlung von Haarausfall beschrieben wird. Zwei auf dem Kongress vorgestellte Studien lieferten weitere Hinweise auf Wirksamkeit und Wirkmechanismus der Technologie. Die größte bislang durchgeführte randomisierte prospektive Untersuchung bei Patienten mit androgenetischer Alopezie zeigte signifikante Verbesserungen der terminalen Haardichte, der Gesamtzahl der Haare sowie der Follikeldichte. Bis zu 82 % der behandelten Patienten profitierten messbar von der Therapie.
Biologische Mechanismen der Haarregeneration
Ergänzend untersuchte eine weitere Studie die biologischen Effekte des 1.565 nm Lasers auf menschliches Gewebe. Dabei zeigte sich, dass die Behandlung Prozesse der Angiogenese und des dermalen Remodellings stimulieren kann. Beide Mechanismen gelten als zentrale Voraussetzungen für die Regeneration geschädigter Haarfollikel und die Förderung des Haarwachstums. Die Daten liefern damit nicht nur klinische Wirksamkeitsnachweise, sondern auch ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden Gewebeantwort.
Neue Perspektiven bei Rhinophym
Auch für die Behandlung des Rhinophyms wurden vielversprechende Ergebnisse vorgestellt. In einer klinischen Untersuchung mit 15 Patienten kam das CO₂-Lasersystem ULTRApulse Alpha zum Einsatz, wobei direkte Laserapplikationen mit tiefen und oberflächlichen fraktionierten Scannern kombiniert wurden. Die Patienten zeigten deutliche Verbesserungen im Rhinophyma Severity Index, ohne verzögerte Wundheilung oder pathologische Narbenbildung. Bemerkenswert ist zudem die hohe Akzeptanz der Therapie: Sämtliche Studienteilnehmer gaben an, mit dem Ergebnis zufrieden zu sein und die Behandlung weiterzuempfehlen.
Effizientere Behandlung großflächiger Hautareale
Für die Behandlung lichtgeschädigter Haut präsentierte Lumenis Daten zur erweiterten XPL-Technologie der Stellar-M22-Plattform. Das untersuchte Verfahren kombiniert einen hochfrequenten Gleitmodus von bis zu 4 Hz mit der klassischen Stempeltechnik und ermöglicht dadurch eine gleichmäßigere Behandlung großer Hautareale. In der prospektiven Single-Center-Studie erwies sich die Methode als sicher und effektiv zur Verbesserung des Hautbildes sowie zur Entfernung pigmentierter Läsionen. Gleichzeitig wurden keine typischen streifenförmigen Behandlungsmuster oder behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse beobachtet.
Klinische Evidenz als Treiber der Innovation
Die auf dem ASLMS-Kongress präsentierten Daten verdeutlichen den Trend zu präziseren und biologisch besser verstandenen Laseranwendungen. Besonders die Ergebnisse zur androgenetischen Alopezie könnten dazu beitragen, die Rolle nicht-ablativer Laser in der Therapie des Haarausfalls weiter zu stärken. Gleichzeitig zeigen die Studien zu Rhinophym und Photodamage, dass etablierte Technologien durch technische Weiterentwicklungen zusätzliche klinische Vorteile erzielen können. Für Dermatologen eröffnen sich damit neue Möglichkeiten, sowohl die Wirksamkeit als auch den Behandlungskomfort für Patienten weiter zu verbessern.











