EADV 2025: Psoriasis – Dosisreduktion von IL-17- oder IL-23-Inhibitoren nicht unterlegen

Eine internationale Studie zeigt, dass bei Patienten mit Plaque-Psoriasis eine schrittweise Dosisreduktion von IL-17- oder IL-23-Inhibitoren über 18 Monate bei drei Viertel der Teilnehmer erfolgreich war, ohne dass PASI- und DLQI-Werte anstiegen.

Plaque-Psoriasis

Studiendesign und Patientenkollektiv

Die BeNeBio-Studie (EudraCT 2019-004230-42) ist eine randomisierte kontrollierte Studie, die die Nicht-Unterlegenheit einer Dosisreduktion von IL-17- und IL-23-Inhibitoren bei Plaque-Psoriasis im Vergleich zur üblichen Versorgung untersuchte. Eingeschlossen wurden 244 erwachsene Patienten mit niedriger Krankheitsaktivität (PASI ≤5 über mindestens 6 Monate, DLQI ≤5). Etwa die Hälfte erhielt IL-17-, die andere Hälfte IL-23-Inhibitoren.

Vorgehen bei der Dosisreduktion

Die Teilnehmer wurden im Abstand von 3 Monaten über einen Zeitraum von bis zu 18 Monaten nachbeobachtet. Im DR-Arm (N=164) wurde die erste Reduktionsstufe auf 67 % der Standarddosis durch Verlängerung des Dosierungsintervalls um das 1,5-Fache erreicht. Blieb die Krankheitsaktivität weiterhin niedrig, wurden die Intervalle verdoppelt. Bei anhaltenden Schüben (PASI ≥5 über mindestens 3 Monate) erfolgte die Rückkehr zur zuletzt wirksamen Dosis. Die Nicht-Unterlegenheitsgrenze war auf 15 % festgelegt.

Patientendaten und Ausgangswerte

Das mittlere Alter lag bei 51 Jahren, der Frauenanteil bei 67 %. Die medianen PASI- und DLQI-Werte betrugen 0,0 im DR-Arm gegenüber 0,1 und 0,0 im Kontrollarm. Insgesamt hatten 14 % der Teilnehmer zusätzlich eine PsA-Diagnose.

Ergebnisse und Erfolgsraten

Der primäre Endpunkt, persistierende Schübe, trat bei 2,1 % im DR-Arm und 1,5 % im Kontrollarm auf. Der Unterschied betrug 0,6 % (95%-CI -5,8 bis 4,5). Sekundäre Endpunkte zeigten durchgehend niedrige PASI- und DLQI-Werte (<1,5 bzw. <2) in beiden Gruppen. Insgesamt konnte bei 75 % der Teilnehmer die Dosis erfolgreich reduziert werden, mit höheren Erfolgsraten bei IL-23-Inhibitoren (86 %) im Vergleich zu IL-17-Inhibitoren (61 %).

Sicherheit und PsA-Verlauf

Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit der Dosisreduktion traten nicht auf. Eine neu aufgetretene PsA wurde nur im DR-Arm beobachtet (N=3), während sich eine bestehende PsA im Kontrollarm häufiger verschlechterte (5,8 % vs. 3,4 %).

Autor:
Stand:
01.10.2025
Quelle:

Van den Reek J, et al.: „Dose Reduction of IL-17 and IL-23 Inhibitors in Patients with Plaque Psoriasis is Non-inferior to Usual Care: an International Pragmatic Randomised Controlled Trial – the BeNeBio study“ Kongressbeitrag D2T01.4E, EADV Kongress 2025, Paris, 17.–20. September.

Copyright ©2025 Medicom Medical Publishers;
Übersetzung aus dem Englischen und redaktionelle Überprüfung durch Dr. Christina Sabine Heil (Gelbe Liste Online-Redaktion)

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