Im Juni 2020 wurde das Risiko einer kutanen Amyloidose an der Injektionsstelle von Insulin-haltigen Arzneimitteln in die Fachinformation aufgenommen, wir berichteten darüber.
Wird Insulin in betroffene Areale injiziert, können die Absorption verzögert und die Blutzuckerkontrolle beeinträchtigt sein, wie bei einer Lipohypertrophie.
Die Britische Arzneimittelbehörde (MHRA) gibt deshalb die folgenden Empfehlungen:
- Wenn Patienten subkutane Knoten entwickeln, sollte eine kutane Amyloidose differenzialdiagnostisch erwogen werden.
- Patienten sollten daran erinnert werden, die Injektionsstelle regelmäßig zu wechseln, um das Risiko der kutanen Amyloidose und anderer Hautreaktionen (insbesondere Lipohypertrophie) zu verringern.
- Ein plötzlicher Wechsel der Injektionsstelle von einem betroffenen zu einem nicht betroffenen Areal kann zu Hypoglykämie führen.
- Der Blutzucker sollte sorgfältig beobachtet und die Medikation gegebenenfalls angepasst werden.
Eine Überprüfung auf europäischer Ebene hat das Risiko der kutanen Amyloidose für alle Insulin-haltigen Arzneimittel bestätigt. Dabei handelt es sich um eine Ablagerung von Insulinfibrillen, die wahrscheinlich durch eine Akkumulation von Insulin an der Injektionsstelle zustande kommt. Das Risiko ist erhöht, wenn regelmäßig die gleiche Injektionsstelle genutzt wird








