Auslieferung des angepassten Covid-19-Kinderimpfstoffs verschiebt sich

Die Auslieferung des neuen, an die Omikron-Variante XBB.1.5 angepassten Covid-19-Impfstoffs Comirnaty für 5- bis 11-Jährige wird verschoben. Als neues Bereitstellungsdatum wird der 23. Oktober genannt.

Verspätung

Hintergrund

Die Auslieferung des neuen, an die Omikron-Variante XBB.1.5 angepassten Covid-19-ImpfstoffsComirnaty® 10 Mikrogramm/Dosis Omicron XBB.1.5 Injektionsdispersion“ für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren von BioNTech/Pfizer wurde verschoben. Darüber informierte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit Verweis auf das Zentrum für Pandemieimpfstoffe und -therapeutika am Paul-Ehrlich-Institut (ZEPAI) [1]. Die Vakzine soll nun ab dem 23. Oktober zur Verfügung stehen, anstatt wie ursprünglich angekündigt am 2. Oktober. Die KBV empfiehlt Ärzten und Ärztinnen, sich mit ihrer Apotheke abzustimmen, um festzustellen, ob bereits getätigte Bestellungen gültig bleiben oder im Oktober erneut erfolgen müssen.

Lieferverzögerung sorgt für Unmut unter Gesundheitspersonal

Die unerwartete Verschiebung der Auslieferung hat zu Frustration unter medizinischen Fachkräften geführt. Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender KBV, kritisierte die Situation: „Und schon wieder entsteht ein Mehraufwand für die Praxen, die sich auf die Aussagen des ZEPAI zum Lieferdatum des Kinderimpfstoffs verlassen haben, bereits Patientinnen und Patienten für die Impfungen einbestellt haben und jetzt alle Termine wieder neu koordinieren müssen“, so Hofmeister.

KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner fügt hinzu: „So etwas darf einfach nicht passieren. Es ist mehr als ärgerlich, dass den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen stets Knüppel zwischen die Beine geworfen werden und sie mal wieder etwas ausbaden müssen, für das sie nicht verantwortlich sind.“

Comirnaty für Säuglinge und Kleinkinder nicht betroffen

Die Auslieferung des XBB.1.5-Impfstoffs für Säuglinge und Kleinkinder „Comirnaty® 3 Mikrogramm/Dosis Omicron XBB.1.5 Konzentrat zur Herstellung einer Injektionsdispersion“ für Mädchen und Jungen im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren ist laut ZEPAI nicht betroffen.

Beide Impfstoffe wurden bereits Anfang September in der Europäischen Union zugelassen, um einen besseren Schutz vor den derzeit zirkulierenden Virusvarianten zu bieten. Sie werden sowohl für die Grundimmunisierung als auch für Auffrischungsimpfungen verwendet.

Impfempfehlungen der STIKO: Covid-19-Impfung nur noch für Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Risiko empfohlen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt die Covid-19-Impfung ausschließlich für Kinder und Jugendliche, die ein erhöhtes Risiko haben. Dazu gehören Personen mit relevanten Grunderkrankungen, Bewohner in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sowie Jugendliche, mit einem erhöhten beruflichen Infektionsrisiko in der medizinischen und pflegerischen Versorgung.

Für gesunde Säuglinge, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird derzeit keine Covid-19-Impfung empfohlen, weder als Grundimmunisierung noch als Auffrischimpfung.

Die Empfehlungen der STIKO zur Covid-19-Impfung sind Teil der Schutzimpfungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). In dieser sind die Einzelheiten zu den Voraussetzungen, der Art und dem Umfang der zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse möglichen Schutzimpfungen festgelegt. Die Richtlinie umfasst bereits Impfungen mit dem Impfstoff Comirnaty® Omicron XBB.1.5.

Autor:
Stand:
04.10.2023
Quelle:
  1. Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Praxisnachrichten, 25. September 2023.
  2. Robert Koch-Institut (RKI), Covid-19-Impfempfehlung, Stand 18. September 2023.
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