Karies

Karies ist eine destruierende Erkrankung der Zahnsubstanz, die vor allem auf einer Wechselbeziehung zwischen dem pathogenen mikrobiellen Biofilm und niedermolekularen Kohlenhydraten beruht. Kariöse Zähne zeigen Verfärbungen, sind empfindlich und schmerzen, am Ende entsteht das sprichwörtliche „Loch im Zahn“.

ICD-10 Code
Karies

Definition

Karies (ICD-10 K02.-) ist eine multifaktoriell verursachte Erkrankung, die mit einer Demineralisation der Zahnhartsubstanz einhergeht. Zahnsubstanzschädigend wirken insbesondere eine mangelhafte Mundhygiene und zuckerreiche Ernährung in Verbindung mit mikrobiellen Stoffwechselprozessen. Zahnkaries beginnt meist mit weißen Flecken (white spots) und dunklen Verfärbungen (brown spots). Mit zunehmender Demineralisierung reagieren die Zähne empfindlich auf Reize (speziell auf süße, kalte oder heiße Speisen und Getränke), Zahnschmerzen kommen begleitend hinzu. Die Diagnose erfolgt mittels visuell-taktiler Untersuchung, Röntgen, faseroptischer Transillumination (FOTI), Laserfluoreszenz, Biolumineszenzverfahren, elektrischer Widerstandsmessung und Kariesdetektoren. Kariöse Zähne sollten schnellstmöglich behandelt werden. Initial genügen oft schon Fluorisierungsmaßnahmen, eine gute Zahnhygiene und der Verzicht auf zuckerhaltige Nahrungsmittel, um den Zahn zu demineralisieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen. Bei starker/tiefer Schädigung der Zahnsubstanz ist eine zahnärztliche Kariesbehandlung unumgänglich. Präventivmaßnahmen tragen erheblich dazu bei, das Kariesrisiko zu minimieren. Zur Kariesprophylaxe gehören die regelmäßige und gründliche Zahnreinigung, das Benutzen von fluoridhaltigen Zahnpflegeprodukten, wiederholte Kontrollen beim Zahnarzt und eine zahngesunde, zuckerarme Kost [1].

Epidemiologie

Karies gehört zu den am weitesten verbreiteten und damit häufigsten Erkrankungen des Menschen. Weltweit sind 2,3 Milliarden Erwachsene und 560.000 Kinder betroffen. In Deutschland lässt sich eine positive Entwicklung verzeichnen: Seit einigen Jahrzehnten nimmt die Karieslast in allen Altersklassen und sozialen Schichten deutlich ab. Gemäß der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) aus dem Jahr 2014 ist ein besonders hoher Rückgang bei Kindern und Jugendlichen erkennbar. Auch Kinder mit einem vergleichsweise niedrigen Sozialstatus haben heute wesentlich gesündere Zähne als noch vor 20 Jahren. Seit 1997 sank die Kariesprävalenz bei den 12-Jährigen von 58,2 Prozent auf 18,7 Prozent. Demnach haben heute acht von zehn aller 12-jährigen Kinder (81,3 Prozent) kariesfreie bleibende Zähne. Die mittlere Karieserfahrung wird mit dem DMFT-Index – bei Milchzähnen hat sich die Kleinschreibung etabliert (dmft-Index) – angegeben. Der Wert berechnet sich aus der Summe der kariösen (decayed), kariesbedingt fehlenden (missing) und aufgrund von Karies gefüllten (filled) Zähne (teeth). Dieser hat sich bei den 12-Jährigen von 4,9 (1989/92) auf 0,5 (2014) verringert. Damit liegt Deutschland zusammen mit Dänemark international an der Spitze [2–5].

Auch bei Erwachsenen gibt es in Deutschland Präventionserfolge. Laut DMS V ging die Karieserfahrung im Alter von 35 bis 44 Jahren um etwa ein Drittel zurück. Verglichen mit 16,1 Zähnen im Jahr 1997 wiesen 2014 durchschnittlich 11,2 Zähne eine Karieserfahrung auf. Rund 93,7 Prozent davon sind zahnmedizinisch versorgt. Ebenso verbesserte sich bei Senioren im Alter von 65 bis 74 Jahren die Mundgesundheit. Beispielsweise reduzierte sich die Anzahl der kariesbedingt extrahierten Zähne um 6,5 – ohne dass die jetzt vermehrt noch vorhandenen Zähne Karies aufweisen. 90,6 Prozent der kariösen Zähne sind saniert [5].

Karies an Milchzähnen (early childhood caries, ECC) tritt hingegen immer noch zu früh und zu weit verbreitet auf. Laut den im Auftrag der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (DAJ) durchgeführten „Epidemiologischen Begleituntersuchungen zur Gruppenprophylaxe“ 2016 zeigen Kleinkinder und Kinder nur einen verhaltenen Rückgang bezüglich der Kariesprävalenz und Karieserfahrung, in einigen Bundesländern stagniert die positive Entwicklung sogar. In der Langzeitbetrachtung ist die Abnahme der Kariesprävalenz im Milchgebiss bei 6‑bis 7-jährigen Schulanfängern nur etwa halb so hoch wie der im bleibenden Gebiss in der Altersgruppe der 12-jährigen Sechstklässler. 13,7 Prozent der Kleinkinder weisen bis zum Alter von drei Jahren bereits manifeste Karies auf, weitere 5 Prozent eine beginnende Karies. Die Mehrzahl der kariösen Milchzähne ist unbehandelt, was für diese Kinder erhebliche gesundheitliche Probleme bedeuten kann. Die Gruppe der Betroffenen leidet unter starkem Kariesbefall der Milchzähne (dmft-Index 3,57), die meisten davon unbehandelt. Der überwiegende Teil der Dreijährigen – rund 80 Prozent der Kinder – wächst jedoch mundgesund auf [6, 7].

Ursachen

Karies ist ein ursächlich multifaktorielles Geschehen. Im Vordergrund steht die Wechselwirkung zwischen dem kariogenen, mikrobiellen Biofilm und bestimmten Nahrungsbestandteilen, insbesondere niedermolekulare Kohlenhydrate. Die Zähne werden kariös, wenn die mikrobielle Säureeinwirkung die schützenden und remineralisierenden Einflüsse übersteigt und die Zahnoberfläche demineralisiert. Weitere Faktoren wie beispielsweise eine verminderte Speichelfließrate beeinflussen den Krankheitsprozess zusätzlich. Über den Speichel werden kariogene Nahrungsbestandteile aus der Mundhöhle abtransportiert (Clearance) und Säuren im Biofilm neutralisiert [1].

Risikofaktoren

Die Entstehung von Karies ist dynamisch und stark verhaltensabhängig. Folgende Risikofaktoren wirken – direkt oder indirekt – kariesfördernd [1, 4, 8–10]:

  • unzureichende Mundhygiene, speziell seltenes und ungenügendes Zähneputzen, falsche Putztechnik
  • stark zuckerhaltige Ernährung
  • frühere Karieserfahrung
  • geringe Speichelmenge (Hyposalivation, Xerostomie)
  • erhöhte Menge kariogener Bakterien im Speichel, speziell Mutans-Streptokokken
  • Zahnstellung (Eng- und Fehlstellungen)
  • Zahnstatus (Zahnlücken, Zahnschäden)
  • Zahnoberflächendefekte (Fissuren, Rillen)
  • nächtliches Zähneknirschen, -pressen und -reiben (Bruxismus)
  • unzureichende Fluoridzufuhr bzw. Fluoridmangel im Zahnschmelz
  • Nichtinanspruchnahme zahnmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen, unregelmäßige Zahnarztbesuche
  • Immunsuppression/Immunschwächekrankheiten
  • iatrogene Faktoren, zum Beispiel Bestrahlung und Medikamente, die als Nebenwirkung zu Mundtrockenheit führen
  • Trinkgewohnheiten im Säuglings- und Kleinkindalter, vor allem Dauernuckeln an zuckerhaltigen Getränken (Saugerflaschenkaries) und stark verlängertes Stillen (Stillkaries)
  • sozioökonomische Faktoren (niedriger Sozialstatus, Armut, Migrationshintergrund)
  • Konsum von Nikotin, Alkohol und Drogen

Pathogenese

Der Übergang von gesunden zu kariösen Zähnen wird entscheidend von der Balance zwischen Wirtsfaktoren und Plaquedynamik bestimmt. Verschiebt sich das ökologische Gleichgewicht, führt die metabolische Aktivität eines pathogenen, bakteriellen Biofilms auf den Zähnen zu Karies (ökologische Plaque-Hypothese). Der dentale Biofilm ist generell nicht schädlich, vielmehr schützt er die Zahnhartsubstanz vor chemischen und mechanischen Einflüssen. Er enthält Immunglobuline und Lysozym sowie remineralisierend wirkende Substanzen aus dem Speichel (speziell Fluoride, Kalzium und Phosphat). Bei unzureichender Mundhygiene und hoher Zufuhr fermentierbarer Kohlenhydrate, insbesondere in Form von Mono- und Disacchariden (Glukose, Fruktose, Saccharose), vermehren sich die pathogenen Bakterien und verstoffwechseln den Zucker zu aggressiven organischen Säuren. Zusätzlich fallen Enzyme und Zelltoxine an, die im weiteren Verlauf auch den Zahnhalteapparat zerstören. Der pathogene Biofilm ist fest, zäh und klebrig und oft als pelziger Überzug auf den Zähnen (Zahnbelag, Plaque) fühlbar.

Die anfallenden Säuren lösen über einen pH-Abfall innerhalb des Biofilms Hydroxylapatit (ein Kalziumphosphat) aus dem Zahnschmelz. Der kritische pH-Wert für den Zahnschmelz liegt zwischen 5,2 und 5,7. Unterhalb dieser Werte setzt die Demineralisation ein. Bei ausgeglichener Bilanz zwischen Wirtsfaktoren und Plaquedynamik würden sich die im Speichel enthaltenen Mineralien und ggf. von außen zugeführten Fluoride wieder im Zahnschmelz einlagern und eine Remineralisierung bewirken. Dauerhaft vorhandene oder nur unzureichend entfernte Dentalplaques verhindern diesen körpereigenen Reparaturmechanismus. Das Demineralisations-Remineralisations-Gleichgewicht gerät insbesondere in eine Negativbilanz, wenn größere oder häufige Mengen niedermolekularer Kohlenhydrate aufgenommen werden. Die bakterielle Dichte nimmt zu, bakterielle Mikrokolonien entstehen. Hochkariesaktiv wirken sich insbesondere Laktobazillen und grampositive fakultativ anaerobe Streptokokken der Viridans-Gruppe (S. mutans, S. sangius und S. mitis) aus, aber auch Actinomyzeten, Bifidobakterien, Propionibakterien und Veillonella. Kariöse Läsionen durchdringen den Zahnschmelz, später auch das Zahnbein (Dentin). Der pH-Wert im Biofilm sinkt, das Milieu wird sauer und die Zähne löchrig.

Besteht die mangelhafte Oralhygiene fort, lagern sich die im Speichel befindlichen Mineralien im Dentalbelag an und verfestigen sich zu Zahnstein. Infolge wird das Zahnfleisch verdrängt, der feste Zahnfleischsaum gelockert und parodontale Taschen geformt. Hier sammeln sich Nahrungsbestandteile und noch mehr Bakterien an. Die metabolisch anfallenden Toxine und Enzyme bauen den Zahnhalteapparat konsekutiv ab. Daraus resultiert eine Parodontitis, die ohne Behandlung zu lockeren Zähnen und Zahnverlust führen kann [4, 11–19].

Symptome

Die Symptome unterscheiden sich nach dem Stadium (initial, fortgeschritten) und der Ausdehnung der Karies (Zahnschmelz, Dentin, Wurzel).

Initialkaries

Im Anfangsstadium ist ein kariesbefallener Zahn klinisch unauffällig. Es besteht lediglich eine nicht sichtbare Oberflächenverätzung unter dem dentalen Biofilm. Erste klinische Anzeichen sind kreideartige Flecken auf der Zahnoberfläche, sogenannten white spots. Aufgrund der Demineralisierung verändert sich die Lichtbrechung, sodass der kariöse Abschnitt weißlich erscheint. Im Zuge der Remineralisation können sich Nahrungsbestandteile (Farbstoffe) einlagern, und den kariösen Anteil bräunlich verfärben (brown-spots) [20].

Schmelzkaries (Caries superficiales)

Ohne Behandlung geht das Initialstadium in die Schmelzkaries über; der keilförmige Strukturdefekt bleibt auf den Zahnschmelz beschränkt. Anzeichen, die auf ein oder mehrere kariöse Zähne hinweisen, sind [20]:

  • weiche Zahnsubstanz
  • Zahnkavität (Loch im Zahn)
  • dunkle Zahnverfärbungen
  • Essensreste zwischen, auf oder in den Zähnen
  • Halitosis

Dentinkaries (Caries media)

Von Dentinkaries wird gesprochen, wenn die Karies auf das unter dem Zahnschmelz liegende Zahnbein (Dentin) übergeht. Ab diesem Stadium stellen sich Zahnschmerzen ein. Diese können akut, anhaltend oder intermittierend auftreten. Typisch ist ein stechender, drückender oder ziehender Schmerz. Weitere Symptome sind eine erhöhte Empfindlichkeit gegen Süßes, Saures, Heißes und Kaltes (Speisen/Getränke) sowie eine gesteigerte Wärme- und Kältesensibilität [20].

Karies der exponierten Wurzel (Caries profunda)

Dringt die Karies in Richtung Zahnmark (Pulpa) vor, handelt es sich um eine tiefe Karies. Typische Beschwerden sind:

  • anhaltende, heftige Zahnschmerzen (eine chronische Pulpitis kann schmerzfrei verlaufen)
  • brechende/poröse Zähne
  • gelockerte Füllungen
  • Kavitationen
  • dunkelbraune bis schwarze Verfärbungen (inaktive Läsionen)
  • gelbe bis hellbraune Verfärbungen (aktive Läsionen)

Dehnt sich eine tiefe Kariesläsion so weit aus, dass sie die Pulpahöhle öffnet – das Zahnmark also nicht mehr vollständig von der Zahnhartsubstanz umschlossen ist – entzündet sich das Zahnmark (akute Pulpitis). Die bakterielle Endotoxinbildung führt zu einer infizierten Nekrose. Gelangen die Bakterien bis zur Wurzelspitze, folgt eine apikale Parodontitis, ggf. mit periapikalem Abszess, Osteomyelitis, Zysten- und Fistelbildung.

Für eine akute Wurzelspitzenentzündung sprechen anhaltende, meist heftige, pochende/pulsierende Zahnschmerzen. Oft kann der Patient nicht mehr lokalisieren, von welchem Zahn der Schmerz ausgeht. Der betroffene Zahn reagiert empfindlich auf Druck und Erschütterungen, nahezu regelhaft besteht eine Aufbissempfindlichkeit. Nicht selten ist die betroffene Wangenseite oder Gesichtshälfte geschwollen [20–22].

Diagnostik

Die Kariesdiagnose beginnt mit der anamnestischen, bei Kindern fremdanamnestischen Befragung. Die Anamnese sollte altersspezifisch Angaben zum Präventionsverhalten (Fluoridnutzung, Zahnputzverhalten, Ernährung) und Informationen zur sozialen Situation umfassen. Anschließend folgt die visuell-taktile Untersuchung von Mundraum und Zähnen, um die Mundhygiene und Kariesaktivität zu beurteilen. Notwendige Utensilien sind Spiegel, eine gute Ausleuchtung, Luft (zum Erreichen trockener Bedingungen) und eine Sonde. Zur Untersuchung im Approximalbereich kann ergänzend ein orthodontisches Separiergummi appliziert werden. Licht und bildgebende Verfahren unterstützen die Kariesdiagnose [23–25].

Licht und bildgebende Verfahren

Nicht immer ist Karies von außen erkennbar, zum Beispiel wenn die Läsion unter einer Füllung oder sich in einem Zahnzwischenraum ausgebreitet hat. Hier kommen Licht und bildgebende Verfahren zum Einsatz. Dazu gehören [25]:

  • Röntgendiagnostik, speziell Bissflügelaufnahmen: Goldstandard, vor allem bei Approximalkaries
  • Faseroptische Transillumination (FOTI): Der Zahn wird mittels Licht aus einer Kaltlichtsonde durchstrahlt, kariöse Bereiche sind als dunkler Fleck erkennbar. Bei DIFOTI (Digital Imaging Fiber Optic Transillumination/Diagnocam) wird zusätzlich zur FOTI der Befund durch eine eingebaute Digitalkamera aufgezeichnet.
  • Lasergestützte Kariesdiagnostik mittels Laserfluoreszenz und quantitativer lichtinduzierter Fluoreszenz (QLF): Der Zahn wird mittels Laserlicht einer bestimmten Wellenlänge angeregt zu fluoreszieren. Ein gesunder Zahn fluoresziert anders als Bakterien und deren Stoffwechselprodukte. Bei Aussenden von blau-violettem Licht der Wellenlänge 405 nm leuchtet der gesunde Schmelz grün, die kariösen Stellen hingegen rot.
  • Biolumineszenzverfahren: Mittels Calcivis (Caries Activity and Demineralisation Imaging System) wird über ein spezifisches Fotoprotein blaues Licht proportional zum freien Kalzium abgegeben. Eine integrierte Kamera visualisiert die Menge an freien Kalziumionen, die bei aktiven kariösen Läsionen vorliegen, als Lichtsignal. Der Untersucher kann so die Aktivität der Kariesläsion beurteilen.
  • Elektrische Widerstandsmessung: Durch Karies verliert ein Zahn seine isolierende Eigenschaft und der elektrische Widerstand sinkt.
  • Visualisierung beim Exkavieren: Fluorescence Aided Caries Excavation (FACE), Kariesdetektorfarbstoffe, chemomechanisches Exkavieren (Carisolv) und das konventionelle Exkavieren mit rotierenden Hartmetallfräsern (Rosenbohrern) können das saubere und zügige Exkavieren unterstützen.

Klassifikation

Die Klassifikation nach ICDAS (International Caries Detection and Assessment System) beziehungsweise ICCMS (International Caries Classification and Management System) lässt eine sehr präzise Einteilung der verschiedenen kariösen Stadien von 0 (gesund) bis 6 (tief kariös) zu. Zusätzlich sollte der Aktivitätsgrad der Läsionen (+/- bzw. aktiv/inaktiv) erfasst werden. Das erlaubt eine genaue Einschätzung kariöser Veränderungen an Okklusal- und Glattflächen der Zähne, an den Wurzeloberflächen sowie an Restaurationen und Versiegelungen [23–25].

Alters-spezifische Karies-Lokalisation

Altersabhängig dominieren kariöse Läsionen an unterschiedlichen Stellen. Die Hauptlokalisationen sind [25]:

  • Kleinkind (1−3 Jahre): Glattflächen der Oberkiefer-Frontzähne
  • Kindergartenkind (≥ 3 Jahre): Approximalflächen der Milchmolaren
  • Grundschulkind (6−8 Jahre): Okklusalfläche durchbrechender 1. Molaren
  • Kinder im Mittelstufenalter (11−14 Jahre): Okklusalfläche durchbrechender 2. Molare
  • Jugendliche und junge Erwachsene: Approximalflächen der permanenten Zähne und bei festsitzenden kieferorthopädischen Geräten (zum Beispiel Multiband-Apparatur) auf freien Glattflächen
  • Erwachsene: Approximalkaries und Sekundärkaries
  • Senioren: Wurzelkaries und Sekundärkaries

Therapie

Die Kariesbehandlung verfolgt zwei Ziele: die kariöse Progression zu stoppen und das Auftreten neuer Karies zu verhindern. Die Therapiemethode richtet sich nach der Ausdehnung bzw. dem Stadium der kariösen Läsion.

  • Nicht-kavitierte kariöse Läsionen können nicht-invasiv, etwa durch eine Lokalfluoridierung (fluoridhaltige Zahnpasta, Gele) und Mundhygienetraining, mikroinvasiv mittels Kariesinfiltration oder restaurativ mit einer Füllung behandelt werden.
  • Bei einer bereits kavitierten Karies kommen in der Regel Exkavationsmethoden (selektiv/vollständig) und restaurative Maßnahmen, etwa Füllungen/Komposits/Inlays aus Kunststoff, Keramik, Amalgam oder Metalllegierungen (Gold), Versiegelungen und Überkronungen zur Anwendung.
  • Bei tiefer Karies können Wurzelkanalbehandlungen (Pulpektomien) und eine Überkappung der Pulpenstümpfe mittels Kalziumhydroxid oder Kalziumsilikatzement indiziert sein.
  • Bei stark zerstörter Zahnhartsubstanz und fortgeschrittener Erkrankung des Zahnhalteapparates muss ein kariöser Zahn zuweilen auch entfernt werden. Weitere Gründe für eine Zahnextraktion sind Brüche im Bereich der Zahnwurzel, unfallbedingte starke Lockerungen oder Infektionen der Zahnnerven beziehungsweise des umgebenden Knochens [26–28].

Prognose

Die Prognose von Karies richtet sich nach dem Ausmaß der Erkrankung und dem Beginn der Therapie. Eine Initial- und Schmelzkaries lässt sich beispielsweise durch die Anwendung von Fluorid als Remineralisierungsmaßnahme und eine regelmäßige, gründliche Mundhygiene stoppen. Sind die kariesauslösenden Säuren bereits bis ins Dentin oder die Pulpa vorgedrungen, muss der kariöse Bereich entfernt (partiell oder komplett) und ggf. aufgefüllt werden. In den meisten Fällen können die versorgten kariösen Zähne erhalten bleiben.

Solange die kariesauslösenden Faktoren weiter bestehen, kann Karies immer wieder neu auftreten. Deshalb hängt die Prognose entscheidend von einer guten Mundhygiene und weiteren Maßnahmen zur Karies-Prophylaxe ab [1].

Prophylaxe

Mit geeigneten Prophylaxemaßnahmen können kariöse Läsionen vermieden (Primärprophylaxe), in ihrer Progression aufgehalten bzw. remineralisiert (Sekundärprophylaxe) und erneute Schäden verhindert (Tertiärprävention) werden [1][29].

In diesem Sinn formuliert die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) in Deutschland Mundgesundheitsziele. Demnach sollen bis 2030:

  • die Milchgebisse von 3‑Jährigen zu mindestens 90 Prozent kariesfrei sein. Angestrebt wird ein dmft-Wert (Kariesindex des Milchgebisses) von maximal 0,4.
  • die bleibenden Gebisse von 12-Jährigen zu mindestens 90 Prozent kariesfrei sein. Der DMFT-Wert (Kariesindex des bleibenden Gebisses) ist bei 0,5 zu halten.
  • bei 35- bis 44-Jährigen schwere Parodontalerkrankungen (CPI-Grad 4) auf 10 Prozent und bei 65- bis 74-Jährigen auf 20 Prozent reduziert werden.
  • das Mundgesundheitsverhalten der Bevölkerung weiter verbessert und gruppenprophylaktische Maßnahmen ausgebaut werden.
  • der gruppenprophylaktische Betreuungsgrad in Kindergärten und Grundschulen bei mindestens 80 Prozent und in Förderschulen bei mindestens 90 Prozent liegen.

Zusätzlich soll der Anteil derjenigen, die sich mindestens zweimal täglich die Zähne putzen und der Anteil derjenigen, die mindestens einmal jährlich zur zahnärztlichen Kontrolluntersuchung gehen, in allen Altersgruppen um jeweils 5 Prozent ansteigen [30].

Kariesprävention im Säuglings- und frühen Kindesalter

Der Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wurde zum 01. April 2019 um drei zusätzliche zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen für Kleinkinder zwischen dem 6. und dem vollendeten 33. Lebensmonat erweitert. Seit diesem Zeitpunkt ist auch diese Altersgruppe in das umfangreiche zahnmedizinisch individualprophylaktische Präventionsangebot in der Zahnarztpraxis einbezogen.

Neben den zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen gibt es für die Altersgruppe der 0- bis 6-Jährigen folgende Kariespräventionsempfehlungen:

  • Von Geburt (üblicherweise ab der 2. Lebenswoche) bis Zahndurchbruch: täglich ein Kombinationspräparat mit 0,25 mg Fluorid und 400–500 I.E. Vitamin D in Tablettenform (Hinweis: Wird Wasser mit einem Fluoridgehalt ≥ 0,3 mg/l zur Zubereitung von Säuglings(milch)Nahrung verwendet, soll ein Supplement mit Vitamin D ohne Fluorid gegeben werden.)
  • Ab Durchbruch des ersten Milchzahns bis 12 Monate: Kinder behutsam an das Zähneputzen heranführen, altersgerecht geformte, weiche Zahnbürste verwenden, keinesfalls gegen den Widerstand des Kindes putzen.

- Möglichkeit 1: täglich 1 Tbl. mit 400–500 I.E. Vitamin D und 0,25 mg Fluorid plus Zähneputzen ohne Zahnpasta oder mit geringer Menge fluoridfreier Zahnpasta

- Möglichkeit 2: täglich 1 Tbl. mit 400–500 I.E. Vitamin D und bis zu 2-mal täglich Zähneputzen mit jeweils bis zu 0,125 g (reiskorngroße Menge) Zahnpasta (mit 1000 ppm Fluorid)

  • 12 bis unter 24 Monate: 2-mal tägliches Zähneputzen mit jeweils bis zu 0,125 g (reiskorngroße Menge) Zahnpasta (mit 1000 ppm Fluorid). Eltern sollten nachputzen bzw. das Zähneputzen unterstützen und überwachen.
  • 24 Monate bis 72 Monate: Die Zähne des Kindes sollen 2-mal täglich mit jeweils bis zu 0,25 g (erbsengroße Menge) Zahnpasta (mit 1000 ppm Fluorid) geputzt werden. Die Eltern putzen mit dem Kind die Zähne. Hinzu kommt das Zähneputzen in der Kita (Gruppenprophylaxe) mit bis zu 0,25 g (erbsengroße Menge) Zahnpasta (mit 1000 ppm Fluorid).
  • Grundsätzlich geschmacks- und farbneutrale Zahnpasten/-gele bevorzugen (keine "Bonbonfarben", kein süßer Geschmack oder süße Aromen). Von stark aromatisierten oder gesüßten Produkten ist ausdrücklich abzuraten.
  • Ab dem vollendeten ersten Lebensjahr kann als weitere Fluoridquelle im Haushalt fluoridiertes Speisesalz zur Anwendung kommen.
  • Die pädiatrischen und zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen sollten von Kindern bis zum vollendeten dritten Lebensjahr und deren Eltern in Anspruch genommen und bei Bedarf die zweimal jährliche, professionelle Applikation von hoch konzentrierten Fluoridlacken genutzt werden.
  • Ernährungsanamnese und -beratung: Stillen ist die beste Ernährungsweise für Babys. Die Gesamtmenge von zuckerhaltigen Speisen und Getränken ist möglichst gering zu halten, süße Getränke (auch verdünnte), Dauernuckeln und die „Flasche zum Einschlafen“ sind zu vermeiden.
  • Umstellung der Trinkgewohnheiten: ab dem 6. Lebensmonat zum Trinken eine Trinklerntasse bzw. einen Trinklernbecher verwenden, keine Flaschenfütterung bzw. Saugerflaschen über den 12. Lebensmonat hinaus, Stillperioden von mehr als zwei Jahren und nächtliches (Dauer)Stillen erhöhen das Kariesrisiko [30–32].

Kariesprävention in der Altersgruppe der 12-Jährigen

Die Präventionserfolge bei einem Großteil der 12-Jährigen belegen die Effizienz der bevölkerungs-, gruppen- und individualprophylaktischen Maßnahmen. Diese müssen auch zukünftig beibehalten und kontinuierlich umgesetzt werden. Die Handlungsempfehlungen in dieser Altersgruppe umfassen [30]:

  • Zweimal tägliches Zähneputzen mit einer fluoridhaltigen Erwachsenenzahnpasta (Fluoridgehalt bis 1450 ppm)
  • Ergänzend zur häuslichen Mundhygiene kann eine Mundspüllösung verwendet werden.
  • Als weitere Fluoridquelle im Haushalt fluoridiertes Speisesalz nutzen.
  • Die Basisprophylaxe im Rahmen der Gruppenprophylaxe nach § 21 SGB V muss fortgeführt und durch Programme für besonders kariesgefährdete Kinder ergänzt werden.
  • Inanspruchnahme der Angebote zur Individualprophylaxe nach § 22 SGB V von allen Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr; Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko sollten ergänzend strukturierte Prophylaxeprogramme in der Zahnarztpraxis wahrnehmen.
  • Interdentalraumhygiene bereits mit dem Durchbruch der ersten bleibenden Zähne im Rahmen der häuslichen Prophylaxe.
  • Ernährungsanamnese und -beratung: Frequenz des Verzehrs und die Gesamtmenge von zuckerhaltigen Speisen und Getränken möglichst gering halten.

Kariesprävention bei bleibenden Zähnen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene)

Gemäß der aktuellen Leitlinie zur Kariesprophylaxe bei bleibenden Zähnen beinhaltet die primäre Kariesprophylaxe [1]:

  • Eliminierung oder Kontrolle der mikrobiellen Faktoren (kariogener Biofilm)
  • Einsatz unterschiedlicher Fluoridierungsmaßnahmen, um der Demineralisation der Zahnhartsubstanzen entgegenzuwirken und die Remineralisation beginnender Demineralisationserscheinungen zu fördern
  • Motivierung zu einer der Zahngesundheit förderlichen Ernährung
  • Förderung der Schutzmechanismen des Speichels

Beeinflussung des Biofilms

Um eine möglichst vollständige Entfernung des Biofilms zu erreichen, sollen die Zähne mindestens zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta geputzt werden. Dabei können unterschiedliche Zahnbürsten (elektrische, manuelle) zum Einsatz kommen. Lassen sich Speisereste und Biofilm mit alleinigem Zähneputzen nicht ausreichend entfernen, sind zusätzliche Hilfsmittel zur Approximalraumhygiene (Zahnseide, Interdentalbürsten) zu empfehlen.

Neben den mechanischen Hilfsmitteln verhindern chemische Verbindungen in Zahnpasten, Spüllösungen, Gelen und Lacken das Wachstum kariogener Mikroorganismen. In Fissuren durchbrechender Molaren und bei Wurzelkaries kann eine Kariesprävention durch eine professionelle Anwendung von Chlorhexidin-Lacken mit mindestens 1% CHX erzielt werden [1].

Fluoridierungsmaßnahmen

  • Fluoridhaltige Zahnpasten: Die tägliche Anwendung fluoridhaltiger Zahnpasta ist eine wirksame Methode der Kariesprophylaxe. Die Effektivität hängt von der Fluoridkonzentration und der Anwendungsfrequenz ab. Dies gilt sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene.
  • Fluoridhaltiges Speisesalz: Als weitere Basisfluoridierungsmaßnahme kann die Anwendung von fluoridhaltigem Speisesalz empfohlen werden.
  • Fluoridhaltige Lacke und Gele: Die kariesprophylaktische Wirksamkeit fluoridhaltiger Lacke bzw. fluoridhaltiger Gele ist belegt. Diese können professionell oder vom Patienten selbst appliziert werden. Für die Prävention und Arretierung von Wurzeloberflächenkaries ist eine vierteljährliche Fluoridlackapplikation bzw. die Anwendung von Fluoridgelen zu empfehlen.
  • Fluoridhaltige Spüllösungen: Die Verwendung fluoridhaltiger Mundspüllösungen hat einen kariesprophylaktischen Effekt, insbesondere bei Patienten mit einem erhöhten Kariesrisiko (zum Beispiel bei kieferorthopädischer Behandlung) [1].

Ernährungslenkung

Der Zusammenhang zwischen Menge und Häufigkeit der Aufnahme von freien Zuckern und der Entstehung von Karies ist belegt. Als Zucker gelten in diesem Sinn alle Mono- und Disaccharide; als freie Zucker alle Zucker, die durch Hersteller oder Verbraucher Nahrungsmitteln zugesetzt werden, sowie die Zucker, die natürlich in Honig, Fruchtsäften, Sirup etc. vorhanden sind.

Die Gesamtmenge der täglichen Zuckeraufnahme und die Anzahl zuckerhaltiger Mahlzeiten (Hauptmahlzeiten und Zwischenmahlzeiten) einschließlich zuckerhaltiger Getränke sollte möglichst gering gehalten werden. Speisen und Getränke ohne freie Zucker sind zu bevorzugen [1].

Speichelstimulation

Die Entstehung und die Progression von Karies werden vielfältig durch protektive Speichelfaktoren beeinflusst. Das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi und eine kauaktive Ernährung

  • regen den Speichelfluss an.
  • erhöhen den Speichel-pH-Wert.
  • reduzieren die Plaquebildung.
  • senken die Speichelkonzentrationen an Mutans-Streptokokken und Laktobazillen.

In diesem Sinn können regelmäßiges Kauen von zuckerfreiem Kaugummi sowie eine kauaktive Ernährung zur Kariesprophylaxe beitragen. Kaugummikauen wird insbesondere nach den Mahlzeiten empfohlen [1].

Fissurenversiegelungen

Fissuren und Grübchen durchbrechender bzw. gerade durchgebrochener Molaren gelten als stark gefährdete Kariesprädilektionsstellen bei Kindern und Jugendlichen. Die Fissurenversiegelung ist eine empfehlenswerte Maßnahme, um Karies der Okklusalflächen zu verhindern. Das gilt insbesondere für Kinder mit hohem Kariesrisiko. Ziel ist die Umgestaltung eines plaqueretentiven Fissurenreliefs in eine prophylaxefähige Zahnfläche [1].

Prophylaxeprogramme

Durch die Kombination unterschiedlicher Prophylaxemaßnahmen kann Karies deutlich reduziert werden. Die Teilnahme an strukturierten Prophylaxeprogrammen wird insbesondere Patienten mit erhöhtem Kariesrisiko empfohlen.

Weitere Informationen

Schwere Parodontalerkrankungen in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen und der 65- bis 74-Jährigen

Schwere Parodontalerkrankungen stellen in der Versorgung eine besondere Herausforderung dar, weil sie einer komplexen und langfristigen zahnmedizinischen Versorgung und Nachsorge bedürfen. Darüber hinaus sind sie häufig mit einer ungünstigeren Prognose verbunden. Neben der parodontologischen Gesundheitsversorgung in der zahnärztlichen Praxis (über die gesamte Präventions-Therapie-Nachsorge-Achse) gehören persönliche Vorsorgemaßnahmen wie die häusliche Mundhygiene (inklusive regelmäßiger Zahnzwischenraumreinigung) zu den effektiven Methoden, Parodontose und Co. vorzubeugen. Zur individualprophylaktischen Prävention der Parodontitis hast sich die professionelle Zahnreinigung (PZR) bewährt.

Die wechselseitigen Beziehungen zwischen Parodontalerkrankungen und allgemeiner Gesundheit sind wissenschaftlich belegt. Deshalb muss die Zusammenarbeit zwischen Zahnmedizin und Medizin perspektivisch deutlich ausgebaut werden. Hier besteht aktuell noch Verbesserungsbedarf.

Seit 2004 steht GKV-Versicherten ein spezielles Screening zur Früherkennung von Parodontalerkrankungen zur Verfügung. Das parodontale Screening hat sich aber immer noch nicht durchgängig als bevölkerungsweite Standardmaßnahme durchgesetzt.

Autor:
Stand:
16.05.2022
Quelle:
  1. Geurtsen, W. et al. (2016): S2k-Leitlinie: Kariesprophylaxe bei bleibenden Zähnen – grundlegende Empfehlungen. Langversion, AWMF-Registernummer: 083-021, Stand Juni 2016; abgerufen am 03. Oktober 2021.
  2. GBD 2015 Disease and Injury Incidence and Prevalence Collaborators (2016): Global, regional, and national incidence, prevalence, and years lived with disability for 310 diseases and injuries, 1990–2015: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2015. Lancet 2016 Oct; 388(10053):1545–602; DOI: 10.1016/S0140-6736(16)31678-6.
  3. Kassebaum, N. J. et al. (2015): Global burden of untreated caries: a systematic review and metaregression. J Dent Res 2015 May; 94(5):650–8; DOI: 10.1177/0022034515573272.
  4. Tennert, C., Meyer-Lückel, H. (2019): Karies, dentaler Biofilm und Ernährung. DFZ 2019 Apr; 63(4):74–83; DOI: 10.1007/s12614-019-7825-0.
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  6. Basner, R. et al. (2016): Epidemiologische Begleituntersuchungen zur Gruppenprophylaxe 2016. 1. Aufl. Deutsche Arb.-Gemeinsch. f Jugendzahnpflege (DAJ), Bonn.
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