Am 30. Mai 2024 startet die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) ihre Kampagne zum 16. Welt-MS-Tag. Diese jährliche Initiative hebt die Herausforderungen hervor, mit denen Menschen mit Multipler Sklerose (MS) tagtäglich konfrontiert sind, und würdigt ihren Mut und ihre Stärke im Umgang mit der Krankheit.
In Deutschland leben derzeit etwa 280.000 Menschen mit der noch unheilbaren Krankheit. Für viele Betroffene ist die Diagnose Multiple Sklerose ein einschneidendes Ereignis. Im Durchschnitt wird die chronisch-entzündliche neurologische Autoimmunerkrankung mit 33 Jahren festgestellt. Sabrina W., eine Lehrerin, erhielt ihre Diagnose mit 32 Jahren. Zunächst schockiert und besorgt über die Zukunft, fand sie jedoch Kraft, die Krankheit anzunehmen und sich nicht entmutigen zu lassen. Ihre Botschaft „Aufgeben ist keine Option“ spiegelt sich im diesjährigen Motto des Welt-MS-Tags wider: „Diagnose MS: Mit MUT und STÄRKE LEBEN lernen“.
Vielfalt der Perspektiven: Erfahrungen von MS-Betroffenen und Unterstützern
Die Kampagne bietet MS-Betroffenen und ihren Familien eine Plattform, um sich über den Umgang mit der Diagnose und das Leben danach auszutauschen. In verschiedenen Medienformaten sowie durch Veranstaltungen der 16 Landesverbände werden in den kommenden Wochen positive Geschichten von MS-Betroffenen vorgestellt und unterstützende Angebote präsentiert, die das Leben mit MS erleichtern und anderen Menschen Mut und Hoffnung geben sollen.
Neben Beiträgen von MS-Betroffenen Teilen auch Angehörige, Ärzte, Forschende und andere Unterstützer ihre Erfahrungen und Erkenntnisse. Diese Vielfalt an Perspektiven zeigt, wie Menschen trotz der Herausforderungen der MS ein erfülltes Leben führen können.
Hoffnungsvolle Perspektiven
Prof. Dr. Ralf Gold, Vorsitzender des Ärztlichen Beirats der DMSG und Direktor der Neurologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum am St. Josef-Hospital, betont die Fortschritte in der Behandlung von MS und ermutigt Betroffene, optimistisch in die Zukunft zu blicken. „Die Multiple Sklerose hat heute glücklicherweise viele Ihrer Schrecken verloren, die ich aus den 1980er Jahren noch kenne: wir können in den meisten Fällen durch kluge Auswahl und ggf. Wechsel von Immuntherapien die Entzündung zum Stillstand bringen,“ erklärt der Neurologe.
Auch Prof. Dr. Judith Haas, Vorsitzende des DMSG-Bundesverbands, unterstreicht die Bedeutung von Wissen und Unterstützung im Umgang mit der Krankheit: „Ja, es gehört Mut dazu, sich mit dem Verlauf der MS, Symptomen und Risiken von Therapien auseinanderzusetzen. Aber dieses Wissen nimmt Unsicherheit, vermindert Ängste und macht stark“.
Mehr Informationen zur Kampagne und zum Welt-MS-Tag finden Sie auf der Website der DMSG unter www.dmsg.de.





