Herausforderungen bei der Arzneimittelsicherheit von CAR-T-Zelltherapien

Seltene T-Zell-verursachte Krebserkrankungen stellen eine potenzielle Nebenwirkung von CAR-T-Zelltherapien dar. Neue Kriterien zur Arzneimittelbewertung sind notwendig, um diese Fälle besser zu verstehen und die Sicherheit zu erhöhen.

CAR-T-Zell-Therapie

Die CAR-T-Zelltherapie hat die Behandlung bestimmter Blutkrebserkrankungen maßgeblich verändert. Durch genetisch modifizierte T-Zellen können Patienten therapiert werden, die auf andere Behandlungen nicht ansprechen. Trotz dieser Fortschritte gibt es jedoch Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Arzneimittelsicherheit. Einzelne Berichte über sekundäre Krebserkrankungen haben Fragen zur langfristigen Sicherheit dieser neuartigen Therapie aufgeworfen.

Sekundäre T-Zell-verursachte Krebserkrankungen

Nach CAR-T-Zelltherapien wurden seltene Fälle von Zweittumoren gemeldet. Diese Krebserkrankungen werden durch T-Zellen ausgelöst, die durch die Therapie modifiziert wurden. Die genauen Risikofaktoren sind noch unzureichend erforscht. Zu den potenziellen Ursachen zählen genetische Veränderungen durch die Integration viraler Vektoren.

Herausforderungen bei der Kausalitätsbewertung

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) analysierte gemeldete Fälle und betonte die Notwendigkeit spezifischer molekularer Tests. Diese Untersuchungen an Tumorproben könnten helfen, die Genfähren, Vektor-Integrationsstellen und mutagene Effekte zu bewerten. Allerdings fehlt es häufig an ausreichenden Daten und standardisierten Kriterien, um Kausalzusammenhänge eindeutig nachzuweisen.

Notwendigkeit angepasster Bewertungskriterien

Die etablierten Kriterien des WHO-Uppsala Monitoring Centers sind auf Gentherapien nur begrenzt anwendbar. Aufgrund der Einmaligkeit und der genetischen Modifikation durch virale Vektoren schlagen Experten angepasste Bewertungskriterien vor. Einheitliche Standards und spezifische Labortests könnten die Pharmakovigilanz für CAR-T-Therapien erheblich verbessern.
 

Autor:
Stand:
28.01.2025
Quelle:

Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Pressemeldung, 24. Januar 2025

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