Maapliv: EMA empfiehlt Zulassung unter außergewöhnlichen Umständen zur Behandlung der Ahornsirupkrankheit

Die EMA hat eine Zulassung unter außergewöhnlichen Umständen für Maapliv zur Behandlung der seltenen Ahornsirupkrankheit (MSUD) empfohlen.

Blutuntersuchung Neugeborenes

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Empfehlung für die Zulassung von Maapliv ausgesprochen. Das Medikament soll zur Behandlung der Ahornsirupkrankheit (Maple Syrup Urine Disease, MSUD) bei Patienten ab der Geburt eingesetzt werden. Die seltene genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung führt zu einer Ansammlung toxischer Metaboliten, die ohne Behandlung neurologische Schäden oder den Tod verursachen können.

Spezifische Therapieoption erstmals verfügbar

Maapliv ist die erste spezifische Therapieoption, die auf europäischer Ebene zur Behandlung von MSUD zugelassen werden soll. Das Produkt ist eine spezielle Aminosäurenmischung, die keine verzweigtkettigen Aminosäuren (Leucin, Isoleucin, Valin) enthält. Dadurch wird die Ansammlung toxischer Abbauprodukte verhindert, die im Rahmen der Erkrankung entstehen.

Die Anwendung erfolgt diätetisch ergänzend zur strikten Eiweißrestriktion, die bei Patienten mit MSUD essenziell ist.

Zulassung unter außergewöhnlichen Umständen

Die Zulassung wurde vom CHMP unter außergewöhnlichen Umständen empfohlen. Das bedeutet, dass aufgrund der Seltenheit der Erkrankung keine umfassenden klinischen Daten vorliegen, die Entscheidung jedoch auf einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung basiert. Hersteller ist Recordati Rare Diseases.

Laut der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) basiert die Entscheidung auf einer wissenschaftlichen Gesamtbewertung und der Notwendigkeit, den ungedeckten medizinischen Bedarf bei MSUD zu adressieren.

Sicherheitsprofil und Studiendaten

In den bisher vorliegenden Daten wurden keine spezifischen Nebenwirkungen berichtet. Die EMA fordert jedoch die kontinuierliche Sammlung weiterer Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten im Rahmen der Zulassung. Aufgrund der geringen Fallzahlen ist die Evidenz limitiert – ein Umstand, der bei Arzneimitteln für seltene Krankheiten häufig gegeben ist.

Arzneimittel-Steckbrief Maapliv (Aminosäuren)

Indikation: Behandlung der Ahornsirupkrankheit (MSUD) bei Patienten ab der Geburt.

Zulassungsstatus: Zulassung unter außergewöhnlichen Umständen empfohlen.

Besondere Programme: Keine Angabe.

Wirkmechanismus: Spezielle Aminosäurenmischung zur Vermeidung toxischer Metaboliten.

Nebenwirkungen: Keine spezifischen Nebenwirkungen berichtet.

Studienlage: Begrenzte Daten aufgrund der Seltenheit der Erkrankung.

Zulassungsinhaber: Recordati Rare Diseases.

Besonderheiten: Erste spezifische Therapieoption für MSUD.

Weitere Informationen: Maapliv | European Medicines Agency (EMA) 

Autor:
Stand:
28.05.2025
Quelle:

Dieser Artikel wurde unter Zuhilfenahme von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt, redaktionell geprüft und freigegeben. Für die inhaltliche Richtigkeit und Aktualität wurde zusätzlich die Originalquelle der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) herangezogen.

  1. Maapliv | European Medicines Agency (EMA)
  2. Meeting highlights from the Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) 19-22 May 2025 | European Medicines Agency (EMA)
  3. Maapliv, INN-amino acids
  • Teilen
  • Teilen
  • Teilen
  • Drucken
  • Senden