Definition
- Die Erkrankung zählt zu den affektiven Störungen.
- Die Depression zeichnet sich durch individuelle Variationen in Symptomatik und Verlauf aus.
- Der Pathomechanismus ist noch ungeklärt, es werden jedoch multifaktorielle Einflüsse vermutet.
Epidemiologie
- Die Jahresinzidenz beträgt 1 bis 2 Fälle pro 100 Personen, die Lebenszeitprävalenz liegt bei 16 bis 20%.
- Das Lebenszeitrisiko in Deutschland beträgt 11,2%.
- Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer.
- Die Erkrankungsrate steigt in jüngeren Altersgruppen, generell sind jedoch alle Altersgruppen betroffen.
Ursachen
- Der Erkrankung liegt eine multifaktorielle Entstehung zugrunde, wobei genetische, neurobiologische, sozial-psychiatrische, psychische und exogene Faktoren eine Rolle spielen.
- Ein höheres Bildungsniveau sowie eine sichere Arbeitsstelle korrelieren mit niedrigeren Erkrankungsraten.
- Stadtbewohner sowie Mieter haben weisen hingegen eine höhere Depressionsrate auf.
- Betrachtet man die familiäre Häufung, so besteht ein um 50% erhöhtes Risiko für Angehörige ersten Grades.
Pathogenese
- Aufgrund der Heterogenität der Erkrankung gibt es keinen monokausalen Erklärungsansatz.
- Genetisch vulnerable Personen sind besonders prädestiniert.
- Stressreaktionen und -bewältigung haben jedoch einen entscheidenden Einfluss auf die an affektiven Störungen beteiligten Neurotransmittersysteme.
- Es existieren verschiedene theoretische Erklärungsmodelle, einschließlich psychodynamischer und kognitionspsychologischer Ansätze.
Symptome
- Zentrale Symptome: Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Antriebsmangel, Freud- und Hoffnungslosigkeit.
- Zusätzliche Symptome: Schlafstörungen, Suizidgedanken, verminderte Konzentration
- Symptome können individuell unterschiedlich ausfallen sowie tageszeitabhängig schwanken
Therapie
- Die Therapie ist individuell ausgerichtet und stellt eine Kombination aus medikamentösen und nicht-pharmakologischen Maßnahmen dar.
- Die Auswahl richtet sich nach Symptomatk, Verlauf sowie Patientenpräferenz.
- Es werden vier Hauptstrategien verfolgt: Aktiv-abwartende Begleitung, Pharmakotherapie, Psychotherapie und die Kombination aus Pharmakotherapie und Psychotherapie.
- Zusätzliche Therapieverfahren sind unter anderem die Elektrokonvulsionstherapie, Lichttherapie und die Wachtherapie.










