Definition
- Blockade der Lungenarterien durch Blutgerinnsel, Luft, Fett oder Fremdkörper
- Meist verursacht durch eine tiefe Beinvenenthrombose
- Akute, potenziell lebensbedrohliche Komplikation
Epidemiologie
- Jährliche Inzidenz: 100-200 Fälle pro 100.000 Einwohner
- 1-2% der stationären Patienten erleiden eine Lungenembolie
- 370.000 Todesfälle jährlich in Europa durch Lungenembolien
Pathogenese
- 90% der Fälle durch tiefe Beinvenenthrombose
- Weitere Ursachen: Thromben aus dem rechten Herzen, Fetttröpfchen, Luftblasen, Fremdkörper
- Erhöhter Druck im rechten Herzen kann zu Schock und Rechtsherzversagen führen
Klinik
- Plötzliche Atemnot, Brustschmerzen, Tachykardie, Hämoptysen
- Synkopen oder Bewusstlosigkeit bei schwerer Embolie
- Kreislaufschock und Rechtsherzversagen in schweren Fällen
Diagnostik
- EKG, Blutgasanalyse, Röntgen-Thorax zur Erstdiagnose
- CT-Angiographie oder Lungenszintigrafie zur Bestätigung
- D-Dimer-Test bei geringer Wahrscheinlichkeit einer Embolie
Therapie
- Sofortige Antikoagulation, ggf. Thrombolyse oder Embolektomie
- Akutphase: Heparin, gefolgt von oralen Antikoagulanzien
- Dauerhafte Antikoagulation für mindestens drei Monate
Prognose
- Mortalität 5-10%, 90% der Todesfälle innerhalb der ersten zwei Stunden
- Frühletalität abhängig von Schockzustand, Rechtsherzversagen und Begleiterkrankungen
- Langfristige Antikoagulation reduziert das Rezidivrisiko










