Definition
- Chronisches, nicht heilendes Unterschenkelgeschwür
- Verursacht durch venöse oder arterielle Gefäßerkrankungen
- Häufigste Formen: venös, arteriell oder gemischt
Epidemiologie
- Etwa eine Million Menschen in Deutschland betroffen
- 50% der Fälle sind Ulcus cruris venosum
- Prävalenz höher bei älteren und chronisch kranken Patienten
Pathogenese
- Hauptursachen: Chronische Veneninsuffizienz, periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)
- Durchblutungsstörungen führen zu gestörter Wundheilung
- Chronische Entzündungen und Sauerstoffmangel tragen zur Wundentstehung bei
Klinik
- Venöse Ulzera: Lokalisiert am Innenknöchel, begleitet von Schweregefühl und Ödemen
- Arterielle Ulzera: Schmerzen bei Belastung und in Ruhe, kalte und blasse Haut, Nekrosen
- Gemischte Ulzera zeigen eine Kombination dieser Symptome
Diagnostik
- Anamnese: Abklärung von Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Komorbiditäten
- Doppler-Sonografie und Knöchel-Arm-Index (ABI) zur Beurteilung der Durchblutung
- Standardisierte Wunddokumentation und Abklärung möglicher Infektionen
Therapie
- Behandlung der zugrunde liegenden Gefäßerkrankungen
- Kompressionstherapie bei venösen Ulzera zur Förderung der Heilung
- Lokale Wundbehandlung nach MOIST-Konzept, chirurgische Eingriffe bei Bedarf
Prognose
- Venöse Ulzera haben eine bessere Heilungschance als arterielle
- Hohe Rezidivgefahr bei nicht konsequenter Therapie
- Risiko für tiefe Nekrosen und Amputation bei schweren Fällen









