Kompakt: DGRh-Bewertung von Phytotherapie bei rheumatischen Erkrankungen

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie hat die Wirksamkeit verschiedener Phytotherapeutika geprüft, die bei rheumatologischen Erkrankungen angewendet werden. Die Daten deuten auf einen geringen Nutzen mit potenziellen Risiken hin.

DGRh-Bewertung Phytotherapie Rheuma

Prüfung pflanzlicher Präparate

  • Pflanzliche Präparate sind bei vielen Rheumapatienten beliebt
  • Wirksamkeit dieser Heilmittel ist wissenschaftlich umstritten
  • DGRh-Kommission für Komplementäre Heilverfahren und Ernährung hat Wirksamkeit von pflanzlichen Arzneimitteln bei rheumatischen Erkrankungen geprüft
  • Wissenschaftliche Literaturrecherche zu verschiedenen pflanzlichen Präparaten

Unzureichende klinische Evidenz

  • Tierexperimentelle Studien zeigen entzündungshemmende und immunologische Effekte der Pflanzenstoffe
  • Dennoch fehlen belastbare klinische Daten, die die Wirksamkeit bei Menschen mit rheumatischen Erkrankungen bestätigen
  • Keines der untersuchten Präparate zeigte therapeutische Wirksamkeit in klinischen Studien
  • Bei traditionellen pflanzlichen Arzneimitteln ist kein klinischer Wirksamkeitsnachweis nötig, wenn sie seit mind. 30 Jahren medizinisch genutzt werden

Ergebnisse & Empfehlungen

  • Der Stellenwert der Phytotherapie in der Rheumatologie ist gering und die Anwendung birgt Risiken
  • Auch pflanzliche Medikamente können Nebenwirkungen mit sich bringen, wie beispielsweise Magen-Darm-Beschwerden, allergische Reaktionen und Hautprobleme
  • Pflanzliche Heilmittel können eine Basistherapie höchstens ergänzen, aber niemals ersetzen
  • Die Einnahme frei verkäuflicher Präparate sollte mit den behandelnden Rheumatologen abgestimmt werden

Hier geht's zum Langtext "DGRh-Bewertung von Phytotherapie bei rheumatischen Erkrankungen"!

Autor:
Stand:
27.09.2024
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