Herausforderung für Diabetestherapie
- Schrittweise Markteinstellung von Humaninsulinen durch Novo Nordisk bis Ende 2026
- Seit 1980 ist Humaninsulin wichtiger Bestandteil der Behandlungsmöglichkeiten
- Ca. 10% der insulintherapierten Diabetespatienten in Deutschland verwenden Humaninsulin
- Von der Marktrücknahme sind etwa 240.000 Patienten betroffen
- Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) informiert über alternative Therapieoptionen und empfiehlt eine vorausschauende Planung
Umstellung auf andere Humaninsuline
- Patienten, die weiterhin Humaninsulin verwenden möchten, wird nur noch das Angebot von Eli Lilly zur Verfügung stehen
- Keine Dosisumstellung nötig
- Aber sorgfältige Schulung für die Nutzung neuer Pens und deren Handhabung wichtig
- Nach Marktrücknahme der Novo Nordisk-Produkte kurzfristig Lieferengpässe möglich
- Unklar, wie lange Humaninsuline noch in Deutschland verfügbar sein werden
Umstellung auf Insulinanaloga
- Umstellung auf Insulinanaloga bietet Vorteile wie z. B. geringeres Risiko für Hypoglykämien
Kurzwirksame Insulinanaloga
- Schnelleren Wirkeintritt beachten, v.a. Spritz-Ess-Abstand
(Andere) langwirksame Insulinanaloga
- Längere Wirkdauer beachten
- Dosisreduktion um 10-20%
- Bei Umstellung von NPH-Insulin: keine Resuspension nötig, Gesamt-Tagesdosis (morgens + abends) wird Einmaldosis (bevorzugt morgens)
- Bei Mischinsulin: Langwirksamen Anteil zur Orientierung nutzen, ggf. Anpassung Antidiabetika
Insulin Fiasp
- Andere Pumpentherapie mit Insulin Fiasp
Wichtige Hinweise für die Umstellung
- Umstellung zeitnah beginnen
- Erfordert hohes Maß an Abstimmung und Geduld von Diabetesbehandlungsteams & Patienten
- Insulindosis individuell anpassen
- Körpergewicht, Alter, bisherige Therapieerfolge u.a.
- Engmaschige Blutzuckerkontrollen und regelmäßige Konsultationen, um Risiko von Stoffwechselentgleisungen und Hypoglykämien zu minimieren
- Umfassende Schulung der Patienten zur Anwendung neuer Präparate und Injektionstechniken
- Versorgungsmarkt im Blick behalten










