Kompakt: In-Ear-Kopfhörer als Auslöser für Lagerungsschwindel?

Ein Fallbericht legt einen Zusammenhang zwischen In-Ear-Kopfhörern und benignem Lagerungsschwindel nahe – durch akustische, magnetische oder Vibrationsreize.

In-Ear-Kopfhörer Lagerungsschwindel

Eine Fallstudie vom März 2025 weist auf einen möglichen Zusammenhang zwischen der Nutzung von In-Ear-Kopfhörern und benignem paroxysmalem Lagerungsschwindel (BPLS) hin.

Was ist BPLS?

  • Bezeichnung: Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel.
  • Häufigkeit: Häufigste Form des peripheren Schwindels.
  • Ursache: Mechanische Reizung des Vestibularsystems durch dislozierte Otolithen.
  • Symptome: Drehschwindel bei Lageveränderungen, Übelkeit, Tinnitus.
  • Auslöser: Häufig idiopathisch; potenzielle Trigger sind Traumata, Infektionen, mechanische Reize.

Fallbericht

  • 43-jähriger männlicher Patient ohne relevante Vorerkrankungen.
  • Durch wiederholten Gebrauch von In-Ear-Kopfhörern beim Sport und bei längeren Autofahrten entwickelte sich ein positionsabhängiger Schwindel, begleitet von Übelkeit und Tinnitus.
  • Diagnose eines rechtsseitigen BPLS mittels Dix-Hallpike-Manöver.
  • Verzicht auf In-Ear-Kopfhörer führte zum vollständigen Rückgang der Symptome.
  • Nutzung von Knochenschall-Kopfhörern blieb beschwerdefrei.

Mögliche Mechanismen

  • Akustische Überstimulation: Hohe Schalldruckpegel reizen Haarzellen im Innenohr.
  • Elektromagnetische Felder: Geräuschunterdrückungstechnologien erzeugen potenziell störende Magnetfelder.
  • Vibrationsreize: Gegenschallfrequenzen bei aktiver Geräuschunterdrückung stimulieren das Vestibularorgan.
  • Verstärkung durch Bewegung: Sport und Autofahren erhöhen die Reizintensität.

Hier geht’s zum Langtext: „In-Ear-Kopfhörer als möglicher Auslöser für Lagerungsschwindel“!

Autor:
Stand:
13.06.2025
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