Melatonin in der Pädiatrie
- Melatonin: Hormon, das den Schlaf-Wach-Zyklus reguliert
- Zulassungen in Deutschland bei Schlafstörungen unter
– Autismus-Spektrum-Störung
– Smith-Magenis-Syndrom
Mögliche Risiken
- Anwendung bei Kindern und Jugendlichen, z.B. als Melatonin-Gummibärchen, in der Fachwelt umstritten
- Unbekannte Langzeitwirkung, besonders in der Pädiatrie
- Möglicherweise Einfluss auf Pubertätseintritt bei chronischer Einnahme
- Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit Melatonin-Überdosierung in den USA
Studienlage
- 33 randomisierte placebokontrollierte Studien zu Melatonin im pädiatrischen Bereich
- 12 definierte Anwendungsgebiete, u.a.
– Einschlafstörungen, Schlafphasenverschiebungen
– Autismus-Spektrum-Störungen
– Posttraumatische Zustände - Nicht wirksam bei Dravet-Syndrom
Empfehlungen der neuen Leitlinie
- Voraussetzung für Melatonin-Anwendung: Ausführliche ärztliche Anamnese und Untersuchungen
- Einsatz erst nach Scheitern anderer Schlafhygienemaßnahmen
- Dosierung möglichst gering, abhängig vom Alter (0,25-0,5 mg, immer <1 mg)
- Nicht-medikamentöse Ansätze ebenfalls effektiv










