Deutlicher Rückgang bei Pillenverordnungen unter jungen Frauen
- AOK-Daten zeigen: 2024 ließen sich nur noch 22 % der unter 22-jährigen Frauen hormonelle Kontrazeptiva verschreiben
- 2014 lag dieser Anteil noch bei 43 % – Rückgang um fast 50 % innerhalb einer Dekade
- Die Pille verliert bei der jüngeren Generation zunehmend an Bedeutung
Leichter Anstieg bei risikoreicheren Präparaten
- Anteil risikoarmer hormoneller Kontrazeptiva sank leicht: Von 49 % (2023) auf 48 % (2024)
- Anteil risikoreicher Präparate stieg leicht von 47 % auf 48 % (Estrogen und Gestagen Kombinationspräparate der 3. Und 4. Generation)
- Langfristiger Rückgang: 2015 lag der Anteil risikoreicher Präparate noch bei 63 %
Wandel im Verhütungsverhalten: Ursachen des Rückgangs
- Junge Frauen heute kritischer gegenüber hormonellen Methoden
- Bessere Aufklärung über gesundheitliche Risiken (z. B. Thromboserisiko, Depressionen)
- Wertewandel: Verhütung wird nicht ausschließliche Verantwortung der Frau
- Bedeutungszuwachs anderer Methoden – vor allem Kondome
- Späterer Einstieg in sexuelle Aktivität bei jungen Menschen
Ärztliche Beratung bleibt essenziell
- Besonders hohes Risiko für thromboembolische Ereignisse im ersten Einnahmejahr
- Zusätzliche Risikofaktoren: Rauchen, Übergewicht, genetische Disposition
- Entscheidung für oder gegen die Pille sollte ärztlich begleitet und individuell abgewogen werden
65 Jahre Pille – zwischen Selbstbestimmung und Skepsis
- Erste Zulassung der Antibabypille: 18. August 1960 in den USA, ab 1961 auch in Deutschland
- Symbol der sexuellen Selbstbestimmung für Generationen von Frauen
- Aktuelle Entwicklungen zeigen: Junge Frauen hinterfragen zunehmend den Nutzen hormoneller Verhütung & alternative Verhütungsmethoden gewinnen an Relevanz










