Kompakt: HPV-Selbsttests erhöhen Bereitschaft zum Zervixkarzinom-Screening

Die Zustellung von HPV-Selbsttest-Kits unterstützte die frühe Erkennung von Gebärmutterhalskrebs, insbesondere bei Frauen, bei denen eine Krebsvorsorgeuntersuchung anstand oder überfällig war. Hier das Wichtigste kompakt zusammengefasst.

HPV-Selbsttests erhöhen Bereitschaft zum Zervixkarzinom-Screening

Studienziel

  • Untersuchung der Auswirkungen der Zusendung von HPV-Selbstprobenahme-Kits auf die Bereitschaft zum Zervixkarzinom-Screening

Globale Anwendung

  • HPV-Selbsttests sind in 17 von 139 Ländern mit Screening-Programmen etabliert, meist in ressourcenbeschränkten Ländern
  • Die Niederlande sind das einzige reichere Land mit flächendeckender Einführung; in elf europäischen Ländern laufen Pilotstudien

Hauptergebnisse

  • Unaufgeforderte Zusendung der Selbsttest-Kits steigerte die Screeningbereitschaft deutlich (61,7% Teilnahme), verglichen mit üblicher Versorgung (47%) oder Informationsmaterial (47,6%)
  • Bei Frauen, die ihren letzten Vorsorgetermin verpasst hatten, erhöhte die Zusendung des Test-Kits die Teilnahmerate auf 35,7%
  • Keine Erhöhung der Teilnahmerate bei Frauen mit unbekannter Screening-Anamnese durch Zusendung von Informationen oder 'Opt-in'-Option

Fazit

  • Unaufgeforderte Zusendung von HPV-Selbsttests steigert deutlich die Vorsorgebereitschaft für Gebärmutterhalskrebs, besonders bei Frauen mit versäumten Terminen

Hier geht's zum Langtext HPV-Selbsttests erhöhen Bereitschaft zum Zervixkarzinom-Screening

Autor:
Stand:
15.12.2023
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