Kompakt: Neue Erkenntnisse zur Tinnitus-Entstehung

Wissenschaftler veröffentlichen neue Erkenntnisse zur Entstehung eines Tinnitus. Sie postulieren, dass es sich hierbei um eine Phantomwahrnehmung handelt, die durch ein fehlerhaftes Zusammenspiel der prädiktiven Codierung und adaptiven stochastischen Resonanz beruht.

Neue Erkenntnisse Tinnitus

Neues Modell der Tinnituswahrnehmung

  • Internationales Forschungsteam entwickelte neues Modell für die Phantomwahrnehmung bei Tinnitus
  • Verwendung von KI, Kognitionsforschung und experimentellen Neurowissenschaften

Prädiktive Codierung

  • Gehirn nimmt basierend auf vorhandenem Wissen zukünftige Wahrnehmungen vorweg (z.B. halbgehörte Sätze)

Stochastische Resonanz

  • Verstärkungsmechanismus: erhöhte Neuronen-Aktivität entlang der Hörbahn durch neuronales Rauschen
  • Wahrscheinlich v.a. bei geschädigten Hörsinnenzellen im Innenohr als Ausgleich
  • Z.B. leise Geräusche können besser wahrgenommen werden

Interpretation und Fazit

  • Die Kombination dieser Prozesse führt dazu, dass das Gehirn selbst generierte Geräusche als echten Hörreiz interpretiert
  • Modell erklärt auch, warum Tinnitus oft mit einer Überempfindlichkeit gegenüber leisen Tönen (Hyperakusis) einhergeht
  • Ergebnisse könnten zu effektiveren Therapiemethoden für Tinnitus beitragen

Hier geht's zum Langtext Neue Erkenntnisse zur Tinnitus-Entstehung!

Autor:
Stand:
02.01.2024
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