In den letzten Wochen hat man die XBB.1.16-Sublinie (alias „Arcturus“) weltweit in verschiedenen Ländern entdeckt. Insbesondere in Indien nahm die Fallzahl mit der Untervariante drastisch zu. In Deutschland ist die Corona-Sublinie XBB.1.16 bzw. „Arcturus“ bislang nur selten nachgewiesen worden. Laut dem aktuellen wöchentlichen Corona-Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden in Kalenderwoche (KW) 5–10, das heißt zwischen dem 30. Januar und dem 12. März, sechs Nachweise gemeldet [1].
Allerdings ist zu bedenken, dass in Deutschland nur wenige Proben auf Varianten untersucht werden.
XBB.1.16 mit drei zusätzlichen Aminosäureaustauschen im Spike-Protein
XBB.1.16 ist eine Rekombination von zwei zirkulierenden BA.2-Subvarianten. Gegenüber der bereits als besorgniserregend eingestuften Rekombinante XBB.1.5 (alias „Kraken“) weist „Arcturus“ drei zusätzliche Aminosäureaustausche im Spike-Protein (E180V, K478R und S486P) sowie ORF9b-Begleitmutationen auf. Noch gibt es keine belastbaren Daten, wie sich diese Veränderungen auf Krankheitsschwere oder Ansteckungen auswirken.
In den kommenden Wochen prognostiziert das RKI weiterhin steigende Anteile von XBB.1-Sublinien. Für die momentan hierzulande dominierende Sublinie XBB.1.5 deuten vorläufige Daten nicht auf eine erhöhte Krankheitsschwere hin.
SARS-CoV-2-Fälle gesunken, Omikron bleibt vorherrschend
Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der gemeldeten SARS-CoV-2-Fälle insgesamt um 8% gesunken, heißt es im RKI-Wochenbericht. Omikron bleibt die vorherrschende Variante. Der Anteil der Omikron-Rekombinante XBB.1 ist in KW 10/2023 auf 61% gestiegen.
Der Anteil der Rekombination XBF schwankt zwischen 1–2%, während XAY seit KW 5/2023 stabil bei knapp 1% liegt.
Die Omikron-Sublinien BA.5 und BA.2 haben in KW 10/2023 einen Rückgang verzeichnet und liegen bei 20% bzw. 14%.









