Neue Studie zur Mpox-Impfung bei Schwangeren und Säuglingen

In einer neuen Studie wird erstmals die Sicherheit und Immunogenität des MVA-BN-Impfstoffs bei Schwangeren und Kindern unter zwei Jahren in der Demokratischen Republik Kongo untersucht. Die Forschung soll belastbare Daten liefern, um den Impfstoff auch für diese besonders schutzbedürftigen Gruppen zugänglich zu machen.

Injektionslösung

Der MVA-BN-Impfstoff (in der EU unter dem Namen Imvanex® bekannt) von Bavarian Nordic ist derzeit für gesunde Erwachsene mit erhöhtem Risiko zur Prävention von Mpox zugelassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt MVA-BN vor allem für Risikogruppen und zur Postexpositionsprophylaxe. Für Schwangere und Säuglinge ist die Anwendung jedoch bislang nicht zugelassen, da spezifische Daten zur Sicherheit und Immunantwort fehlen. Um diese Versorgungslücke zu schließen, wird nun in der Demokratischen Republik Kongo eine Studie gestartet, die erstmals die Sicherheit und Immunogenität von MVA-BN bei Schwangeren und Kindern unter zwei Jahren untersucht.

Ein Schritt zur Erweiterung des Impfangebots

Bei der geplanten Studie handelt es sich um eine randomisierte, kontrollierte Studie, die etwa 350 schwangere Frauen und 250 Kinder unter zwei Jahren einschließen wird. Die Forschung soll unter anderem klären, ob der mütterliche Antikörpertransfer auf die Säuglinge durch die Impfung gestärkt wird. Bisherige Impfprogramme und Routinetests haben gezeigt, dass durch Antikörpertransfer auch Säuglinge indirekt geschützt werden könnten, wenn die Impfung bei Schwangeren gut verträglich ist und eine starke Immunantwort auslöst.

Sicherheit und Immunogenität im Fokus

Das Ziel der mit 8,1 Millionen USD geförderten Studie besteht darin, belastbare Daten zur Sicherheit und Immunogenität des MVA-BN-Impfstoffs bei Schwangeren und Säuglingen zu liefern. Die Teilnahme umfasst eine zwölfmonatige Nachbeobachtungszeit, in der Blut- und Muttermilchproben entnommen werden, um die Antikörperbildung und -übertragung zu bewerten. Die Studie wird von der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) und Global Health EDCTP3 (European & Developing Countries Clinical Trials Partnership 3) unterstützt, die bereits während des Mpox-Ausbruchs eng kooperierten, um die Versorgung benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Die Durchführung erfolgt in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und internationalen Forschungseinrichtungen, darunter die Universität Antwerpen.

„Diese Studie bietet eine dringend benötigte Chance, Impfstoffoptionen für Schwangere und Säuglinge zu prüfen, die einem hohen Risiko für schwerwiegende Komplikationen durch Mpox ausgesetzt sind,“ betont Dr. Michael Makanga von Global Health EDCTP3.

Die Ergebnisse werden als Open-Access-Publikation zugänglich sein und sollen sowohl die internationale Impfstrategie als auch die Reaktionsfähigkeit auf künftige Mpox-Ausbrüche maßgeblich beeinflussen.

Autor:
Stand:
08.11.2024
Quelle:

CEPI. (2024, 7. November). New study to assess mpox vaccine in pregnant women and infants. Zugriff am 08.11.2024

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