Berlin, 15. April 2026 – Mit einem digitalen Pressegespräch hat der Bundesverband Gesundheits‑IT (bvitg) am 15. April 2026 einen Ausblick auf die DMEA 2026 gegeben, die vom 21. bis 23. April 2026 auf dem Berliner Messegelände stattfindet. Im Rahmen von „DMEA Insights“ diskutierten Jessica Hanneken (Vice President Investment & Political Affairs BFS health finance GmbH), Matthias Meierhofer (Vorstandsvorsitzender bvitg und Vorstandsvorsitzender Meierhofer AG) und Sascha Radatz (Geschäftsführer bvitg) zentrale Trends und Herausforderungen der digitalen Gesundheitsversorgung in Europa.
Die DMEA gilt als Europas führendes Event für digitale Gesundheit und steuert auch 2026 auf ein neues Rekordjahr zu: Rund 900 nationale und internationale Aussteller sowie ein weiter wachsendes Fachpublikum unterstreichen die Bedeutung der Veranstaltung als zentralen Treffpunkt für Gesundheitswirtschaft, Versorgung, Politik und Wissenschaft.
Europäische Perspektive gewinnt an Gewicht
Inhaltlich stehen 2026 vor allem der European Health Data Space (EHDS), Interoperabilität, die Nutzung von Gesundheitsdaten sowie künstliche Intelligenz im Mittelpunkt des Programms. Besonders auffällig ist der deutliche Zuwachs im Kongressbereich: Die Zahl der Beitragseinreichungen ist im Vergleich zu 2024 um rund 50 Prozent gestiegen. Damit spiegelt das Programm die steigende Relevanz digitaler Transformationsprojekte in der praktischen Versorgung wider.
„Die DMEA ist das europäische Leitevent und der zentrale Treffpunkt für digitale Gesundheitsversorgung – hier wird Digitalisierung konkret erlebbar“, betonte Geschäftsführer Sascha Radatz. Digitalisierung habe die Phase einzelner Pilotprojekte längst verlassen und erreiche zunehmend die Versorgungsrealität in ambulanten, stationären und sektorübergreifenden Strukturen.
Von der Idee zur Umsetzung
Ein zentrales Thema der Diskussion war der spürbare Übergang von der Konzept‑ in die Umsetzungsphase digitaler Lösungen. Viele Einreichungen zeigten konkrete Anwendungen mit hoher Reife, die bereits messbare Effekte in Versorgung und Organisation erzielen.
Matthias Meierhofer machte deutlich, dass Digitalisierung kein kurzfristiger Impuls, sondern ein langfristiger Strukturwandel ist: „Digitale Technologien sind Voraussetzung, um Versorgungsqualität zu sichern und Akteure im Gesundheitswesen dauerhaft besser zu vernetzen.“ Die DMEA bilde dabei das Spiegelbild aktueller Entwicklungen und biete Räume für Austausch zwischen Industrie, Leistungserbringern, Selbstverwaltung und Politik.
Nachhaltige Finanzierung als Schlüssel
Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage der nachhaltigen Finanzierung digitaler Infrastruktur. Während in den vergangenen Jahren insbesondere Investitionen in Einführung und Aufbau gefördert wurden, rückt nun der langfristige Betrieb und die Weiterentwicklung in den Fokus.
Jessica Hanneken betonte, Digitalisierung dürfe nicht länger als projektbezogene Zusatzfinanzierung betrachtet werden. Entscheidend sei, digitale Lösungen strukturell in den Versorgungsalltag zu integrieren. „Innovation ist kein Nice‑to‑have, sondern Voraussetzung für Versorgungssicherheit – gerade angesichts steigender Kosten, Fachkräftemangels und eines wachsenden Versorgungsbedarfs“, so Hanneken.
Plattform für Austausch und Gestaltung
Als Veranstalter organisiert der bvitg neben dem offiziellen Kongressprogramm zahlreiche eigene Sessions, politische Rundgänge sowie gezielte Formate zur Vernetzung mit Entscheidungsträgern aus Bund und Ländern. Auch Themen wie elektronische Patientenakte, Telematikinfrastruktur und sektorübergreifende Orchestrierung spielen dabei eine zentrale Rolle.
Mit Blick auf die kommende Woche betonten alle Teilnehmer den besonderen Charakter der DMEA als physischem Treffpunkt: Persönlicher Austausch, das Zusammenbringen unterschiedlicher Perspektiven und das Entstehen konkreter Kooperationen machten den Mehrwert der Veranstaltung aus.
In eigener Sache: Die Gelbe Liste ist auf der DMEA vertreten. Wir freuen uns, Sie in Halle 5.2 an Stand B‑103 begrüßen zu dürfen und Ihnen unsere Profilösungen zum Thema Medikation vorzustellen.












