Die U.S. Preventive Services Task Force (USPSTF) empfiehlt ein Screening auf Angstzustände für alle Erwachsenen unter 65 Jahren. Darüber hinaus sollten Ärzten alle erwachsenen Patienten im Hinblick auf das Vorliegen einer Depression untersuchen. Ein Screening aller Erwachsenen auf Depressionen sowie das Screening auf Angststörungen bei allen unter 65-Jährigen stellen eine wirksame Möglichkeit dar, die Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und so den Betroffenen schnellstmöglich die benötigte Versorgung zu gewähren.
Zweifel an Screening bei Personen ohne Symptome
Es gibt jedoch Zweifel daran, dass das Screening bei Menschen, die keine Symptome oder Anzeichen aufweisen, zu einer Verhinderung von Suizidversuchen oder der Senkung der Selbstmordrate beitragen kann. Außerdem gibt es noch nicht genügend Beweise dafür, dass ein Screening auf Angststörungen bei Erwachsenen über 65 Jahren einen positiven Effekt haben könnte.
Weitere Forschung zum Nutzen von Screenings der psychischen Gesundheit
Die Task Force fordert daher eine verstärkte Forschung, um die Wirksamkeit der verschiedenen Screenings in Bezug auf die psychische Gesundheit der Gesellschaft zu bestimmen. Besonders in der Primärversorgung könnte ein Screening auf Angststörungen zur frühen Erkennung und damit schneller Behandlung von betroffenen Patienten führen. Dies könnte für viele Patienten lebensverändernde und für einige sogar lebensrettende Auswirkungen haben.
Weiterbildung von Medizinern und medizinischem Fachpersonal
Um eine adäquate Suizidprävention sowie eine frühe Erkennung möglicher psychischer Erkrankungen zu gewährleisten, ist es notwendig, über spezifische Schulungsressourcen zu verfügen sowie das betroffene Personal in der Primärversorgung weiterzubilden.




