Neue Erkenntnisse zur Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie (CML) werfen Fragen auf und fordern bisherige Annahmen heraus. Durch eine Kombination von Patienten- und Ärzteumfragen innerhalb der internationalen CML SUN-Studie, durchgeführt von Novartis, wurden Informationen zu verschiedenen Aspekten der CML-Behandlung gesammelt, darunter Behandlungsziele, Entscheidungsfindung, Behandlungszufriedenheit und die Rolle der Patienten bei der Entscheidungsfindung. Die Ergebnisse zeigen die Notwendigkeit einer verstärkten Patientenbeteiligung bei Behandlungsgesprächen und unterstreichen die Bedeutung von verträglicheren Therapieoptionen, die die Lebensqualität nicht beeinträchtigen.
„CML SUN wurde entwickelt, um kritische unbeantwortete Fragen zwischen Menschen mit chronischer myeloischer Leukämie und Ärzten zu beantworten, wie z. B. die Herangehensweise an Behandlungsoptionen, Unterschiede bei Wirksamkeit und Verträglichkeitsprioritäten sowie die Wirksamkeit bei der gegenseitigen Kommunikation von Zielen“, so Dr. Fabian Lang, Goethe-Universitätsklinikum Frankfurt am Main.
Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit
Ein zentrales Thema, das sich in den Ergebnissen der CML SUN-Studie wiederfindet, ist die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Patienten und anderen Beteiligten, um die Erwartungen im Umgang mit CML besser erfüllen zu können. Es zeigte sich, dass 48% bis 66% der Ärzte ihren Patienten lediglich eine Behandlungsoption präsentieren, während 39% bis 43% der Patienten nur Informationen über eine einzige Behandlung von ihrem Arzt erhalten. Darüber hinaus gaben lediglich 19% bis 26% der Patienten an, dass die Behandlungsentscheidungen gemeinsam mit ihrem Arzt besprochen wurden, während 44% bis 48% der Ärzte aufführten, dass die Patienten kaum oder gar keinen Einfluss auf die Behandlungsentscheidungen hatten.
Zufriedenheit mit Behandlungswirksamkeit
Die meisten Patienten und Ärzte geben an, mit der Wirksamkeit der aktuellen Behandlungen zufrieden zu sein. Dennoch berichten viele Patienten, dass die Behandlungen Auswirkungen auf die Lebensqualität haben, einschließlich körperlicher oder emotionaler Müdigkeit, Schwierigkeiten bei der körperlichen Betätigung und Aufrechterhaltung des Soziallebens sowie ständige Sorgen/Stress hinsichtlich der Wirksamkeit der Behandlung.
Raum für Verbesserungen
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass es Raum für Verbesserungen gibt, um den individuellen Bedürfnissen der CML-Patienten besser gerecht zu werden. Es sei von entscheidender Bedeutung, dass die Behandlungsgespräche auf einer offenen und ehrlichen Kommunikation basieren, bei der die Ziele der Patienten, die Auswirkungen der Behandlung auf die Lebensqualität sowie emotionale und mentale Aspekte angemessen berücksichtigt werden.
Die Ergebnisse basieren auf Daten aus Australien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Südkorea, Spanien, Großbritannien und den USA. Abschließende Analysen der Daten werden voraussichtlich Ende des Jahres veröffentlicht werden.







